Erstellt am 04. Januar 2012, 00:00

Von Plutzern und Scherben. ELISABETH TRITREMMEL über das Stoober Töpfermuseum.

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Scherben sollen ja bekanntlich Glück bringen. In Stoob soll aber der Ton Glück bringen, und vor allem auch das Töpfern. Im Zuge der Dorferneuerung wurde ein Leitbild erstellt, das auch die Marke Stoob als Töpfergemeinde unterstreichen soll. Nun wurden auch die Arbeiten für das Töpfermuseum vergeben. Und die Gemeinde nimmt einiges an Geldmitteln – immerhin rund 270.000 Euro – in die Hand, um das Museum zu revitalisieren. Damit diese Investition aber nicht umsonst war, sollte man sich überlegen, die Marke Stoob noch stärker mit der Keramik zu verbinden und sich als die Töpfermetropole zu etablieren. Die Herausforderung besteht also nicht nur darin, das erforderliche Geld bereitzustellen.

In der Heimat des berühmten Keramikgefäßes „Plutzer“ sollte man sich überlegen, wie man das Museum in eine ganzheitliche Strategie für die Töpfergemeinde, etwa auch gemeinsam mit den Töpfern vor Ort und der Keramikschule, einbinden kann. Denn selbst wenn Scherben Glück bringen, wäre es sehr schade, wenn man in Stoob diese Möglichkeit auslässt und so statt einer Marke „Plutzer“ einen Scherbenhaufen produziert.

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e.tritremmel@bvz.at