Erstellt am 18. Januar 2012, 00:00

Wenn Talent verloren geht. Seit längerer Zeit ist es nun schon möglich, dass Spieler aus den Nachbarländern, die nicht weiter als 50 Kilometer zu fahren haben und unter 18 Jahre alt sind, beim Fußballverband als „einem Österreicher gleichgestellt“ angemeldet werden können.

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Seit längerer Zeit ist es nun schon möglich, dass Spieler aus den Nachbarländern, die nicht weiter als 50 Kilometer zu fahren haben und unter 18 Jahre alt sind, beim Fußballverband als „einem Österreicher gleichgestellt“ angemeldet werden können.
Bisher blieb, bis auf wenige unrühmliche Ausnahmen, die Praxis in einem vernünftigen Rahmen. Doch mittlerweile scheint sich diese Regelung auch in Ungarn schon weit herumgesprochen zu haben. Immer öfter werden Spieler, auf die diese Voraussetzungen zutreffen, aktiv bei den Klubs aus unserem Bezirk angeboten. Oftmals handelt es sich um talentierte Akademiespieler, die rechtzeitig einmal für ein halbes Jahr nach Österreich wechseln wollen, um den Österreicher-Status zu erlangen.
Was aber dazukommt: Immer wieder glauben diese Spieler (beziehungsweise deren Berater), dass bei den österreichischen Vereinen das Geld locker sitzt. Der sportliche Gedanke ist da weit hinter dem finanziellen angereiht. Meist ist also nicht die Spielklasse oder die Trainingsqualität für die Entscheidung über den neuen Verein des Spielers ausschlaggebend, sondern der monatliche Fixbetrag. Und so geht sehr schnell ein weiteres Talent verloren.