Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Zeit für den nächsten Zug. MICHAELA TANZLER über die Situation der Bahnpendler im Bezirk.

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Die Autofahrt für die 6,7 Kilometer lange Strecke zwischen Deutschkreutz und Horitschon beträgt laut Routenplaner 9 Minuten. 14 Minuten braucht man für die gleiche Strecke, wenn man den Zug nimmt. Doch nicht einmal ein ungestörtes Schläfchen bis zum Arbeitsplatz in Eisenstadt oder Wien ist den Pendlern dann vergönnt, denn in Deutschkreutz heißt es schon wieder umsteigen – aus dem Dieseltriebwagen in einen Zug mit Elektrolok Richtung Arbeitsstätten. Kein Wunder, dass aus der Region eine Verbesserung der Situation gefordert wird, denn diese kann weder für die Bahnkunden noch für die Bahn selbst zufriedenstellend sein, die wohl öfters mit leeren Waggons fahren wird. Die Bahn wird allerdings gebremst und zwar von der Beschaffenheit der Strecke. Um diese zu optimieren, müssten Millionen investiert werden. Ob also die Elektrifizierung und Revitalisierung der Bahnstrecke oder andere Maßnahmen wie Zubringerbusse zum Bahnhof Deutschkreutz oder der Ausbau der dortigen Park&Ride-Anlage sei dahingestellt: Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie man die Situation der Pendler verbessern kann. Die derzeitige ist jedenfalls für alle Beteiligten unbefriedigend. Es ist Zeit für den nächsten Zug.

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m.tanzler@bvz.at