Erstellt am 10. Oktober 2012, 07:51

Zeugen zuhören – für mehr Fairness. Otto Gansrigler über Entscheidungen der STRUMA.

Jetzt hat es Peter Reidinger – den Keeper des SC Lockenhaus – erwischt. Der Goalie wurde gegen Lackenbach mit Rot vom Platz gestellt und musste vor dem Straf- und Meldeausschuss des BFV, der STRUMA, vorstellig werden. Eigentlich ist der Qigong-Trainer als ein äußerst ruhiger und besonnener Zeitgenosse bekannt. Schiedsrichter Herbert Hirsa war da anderer Meinung. Er fühlte sich von Reidinger, der sich im Spiel gegen Lackenbach (1:4) über ein Abseitstor zum 0:2 aufregte, „bedroht“, obwohl dieser laut eigenen Aussagen weiterhin besonnen agierte. Im Bericht wurde die Situation aber ganz anders, als es der Lockenhaus-Keeper sah, dargestellt – und Reidinger war somit chancenlos.

Als er zur STRUMA-Sitzung anrücken musste, hatte er sogar die Aussage von Deutschkreutz-Trainer Christian Janitsch im Gepäck. Die Gegenbeweise zählten aber offensichtlich nichts, nur dem Bericht des Schiedsrichters wurde Glauben geschenkt.
Da erinnert man sich an die Causa von Oberpullendorfs Pavol Kovac, als ebenfalls nur dem Bericht von Schiri Albert Wandl – trotz gegenteiliger Zeugenaussagen – Glauben geschenkt wurde. Auch wenn es sich bei der STRUMA um ein Schnellgericht handelt: Gegenbeweise müssen einfach drin sein – im Sinne einer fairen Sportgerichtsbarkeit.