Erstellt am 10. Februar 2016, 09:05

von Michaela Grabner

Zug um Zug besser unterwegs. Michaela Grabner über die Reaktion auf die Kritik der Bahnpendler.

86 Prozent der 500 Teilnehmer an der Bahnpendler-Umfrage der Arbeiterkammer gaben an, dass der seit 13. Dezember 2015 gültige Fahrplan Verschlechterungen für sie gebracht hat.

Durch die Voll-Inbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofs haben sich viele Abfahrts- und Ankunftszeiten verändert, was auch bei Bahnkunden aus dem Mittelburgenland einige Verärgerung ausgelöst hat. Hauptkritikpunkt sind längere Fahr- und Wartezeiten. Nach der Kritik der Pendler sind die ersten Änderungen nun auf Schiene.

Unter anderem gibt es mehr Sitzplatzkapazitäten in einem überfüllten Morgenzug nach Wien und eine neue Spätverbindung von Wien nach Deutschkreutz mit wesentlich kürzerer Umstiegszeit in Wiener Neustadt. Für den Herbst wurden neue moderne Zugsgarnituren auf der Strecke angekündigt. Man ist also durchaus bemüht, das Angebot Zug um Zug zu verbessern.

Für die Pendler, die seit der Fahrplanumstellung längere Wartezeiten oder Fahrzeiten in Kauf nehmen müssen, sind dies aber wohl noch keine bahnbrechenden Optimierungen. Hier ist auch die Politik gefordert, unterstützend einzugreifen, um dementsprechende Weichenstellungen voranzutreiben.