Erstellt am 18. Juni 2014, 09:45

von Michaela Grabner

Zur Stelle sein trotz „Posten-Schacher“. Michaela Grabner über die Diskussion um die Polizei-Posten.

Unverständnis wurde in den letzten Tagen wegen der Entscheidung laut, den Polizeiposten in Lackenbach zu schließen. Dieses bezieht sich allerdings nicht auf die Umstrukturierungsmaßnahmen an sich, sondern eher auf deren Umsetzung. Denn ab 1. Juli werden im Gebäude der Polizeiinspektion Kobersdorf, wo bisher sechs Beamte systemisiert gewesen sein sollen, 22 arbeiten.

Auf der anderen Seite steht ein großes, renoviertes Gebäude leer, das der Bundesimmobiliengesellschaft, also eigentlich dem Bund, gehört. Aus wirtschaftlicher Sicht scheint die Entscheidung nicht unbedingt einleuchtend. Umso mehr als man in Kobersdorf Adaptierungs-Maßnahmen setzen muss, während in Lackenbach ein fertiges Gebäude steht.

Die strategischen Überlegungen sind für Laien noch undurchsichtiger. Man könnte meinen, dass acht Kilometer – so groß oder klein ist die Distanz Kobersdorf-Lackenbach – keinen großen Unterschied machen. Aber schlussendlich müssen das Experten entscheiden und verantworten. Und im Endeffekt zählt für den in einer Notlage befindlichen Bürger nur, dass unabhängig vom Standort der Dienststelle, die Polizei zur Stelle ist.