Erstellt am 18. November 2015, 09:54

Kulturvereinigung nach 37 Jahren aufgelöst. Nach mehreren Rücktritten hat sich kein neuer Vorstand gefunden. Die Kulturarbeit in der Stadt muss nun auf neue Beine gestellt werden.

 |  NOEN, Michaela Grabner

Nachdem im Juli die Obfrau der Kulturvereinigung Oberpullendorf Ingeborg Pammer-Freyler ihren Rücktritt bekannt gegeben hatte und bei der Generalversammlung am 21. August auch Obfrau-Stellvertreterin Waltraud Ehrenhöfer und einige weitere Vorstandsmitglieder ihre Funktion niederlegten – die BVZ berichtete –, erfolgte nun die Auflösung der Kulturvereinigung.

Diese war im Jahr 1978 über Anregung und auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Paul Kiss ins Leben gerufen worden.

Greißler: "Muss anders organisiert werden"

„Von den verbliebenen Vorständen wollte keiner mehr so richtig die Kulturvereinigung weiterführen“, erklärt Bürgermeister Rudolf Geißler, der bei der letzten Sitzung der Kulturvereinigung anwesend gewesen war. „Die Kulturvereinigung hat tolle Arbeit geleistet“, betonte Geißler.

„Jetzt muss das anders organisiert werden. Es ist sehr realistisch, dass wir das im Sinn der Kulturvereinigung weiterführen können.“ Seine Überlegungen gehen dahin, dass man mit Kulturakteuren in der Stadt wie zum Beispiel dem Kino, Buchwelten, der Stadtbibliothek oder künftigen Betreibern des 14er-Hauses eine Art Kulturplattform bilden könnte.

Keramik im Steinbruch weiter organisiert

„Hier ist nun in erster Linie der Kulturausschuss des Gemeinderats gefragt. Ich habe keine Sorge, dass es keine Veranstaltungen mehr geben wird. Auch die Sorge, dass die Kulturarbeit in Oberpullendorf stirbt, brauchen wir nicht haben“, so Geißler. Für den Bürgermeister ist klar, dass es auch weiterhin die Pullenale, die Oberpullendorfer Kulturtage, geben soll.

Was einen weiteren Fixpunkt im Oberpullendorfer Kulturleben angeht, die Keramik im Steinbruch (KiSte), hatte Organisatorin Waltraud Ehrenhöfer schon bei ihrem Rückzug aus der Kulturvereinigung im Sommer angekündigt, dass sie diese als Projekt der Stadtgemeinde gerne weiterführen möchte.