Erstellt am 11. September 2013, 00:00

Lese: Weniger Wein, aber Qualität passt. Lese / Aufgrund der Wetterkapriolen erwartet man sich weniger Quantität, die Qualität bei den Weinreben ist aber zufriedenstellend.

Gute Qualität. Bernhard Ernst vom Weinbauverein Deutschkreutz überprüft die Weinreben. Die Ernte wird erst in zwei Wochen beginnen.  |  NOEN

BEZIRK / In ein paar Wochen wird in den Weinbauregionen des Bezirkes mit der Weinlese begonnen werden. In Deutschkreutz erwartet man etwas weniger Wein wegen der Trockenheit und dem Hagelschlag.

„Was ein Problem ist, ist, dass die Rebblüte bei manchen Sorten wie St. Laurent, Blaufränkisch und Merlot aufgrund der genau zu diesem Zeitpunkt stattgefundenen Hitzeperiode nicht gut über die Bühne gegangen ist und nicht alle Blüten befruchtet wurden“, so der Obmann des Weinbauvereins, Albert Gesellmann. Auch beim Chardonnay hat man diese Probleme. Jedoch wird es laut Gesellmann qualitätsmäßig keine Einbußen geben.

Beeren reifen gut

„Die Beeren nehmen viel Zucker auf, man kann wöchentlich Reifefortschritte beobachten“, so Gesellmann. Die Ernte wird in der Deutschkreutzer Gegend nicht vor dem 23. September beginnen, so der Deutschkreutzer Weinbauvereinsobmann. Auch sein Obmannkollege aus Horitschon, Franz Straß, schätzt, dass die Ernte der Zweigelttrauben etwa zu diesem Zeitpunkt beginnen wird, die des Blaufränkisch erst im Oktober.

„Die Blaufränkischreben reifen gut. Für die Frucht und die Würze ist es sehr gut, wenn wir später lesen“, so Straß. Er führt weiter aus: „Es schaut sehr gut aus, bei ein paar Lagen hatten wir zwar Hagel, aber insgesamt wird es mengenmäßig ein durchschnittliches Jahr.“

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Hans Weber, Obmann des Weinbauvereins aus Lutzmannsburg, meint zur diesjährigen Weinernte: „Wir hatten zwar etwas Hagel, aber bei der Qualität schaut es ganz gut aus. Wir werden etwas weniger Wein haben.“ Große Einbußen erwartet Weber aber nicht.

Wetter in den nächsten Wochen wichtig 

Neckenmarkts Weinbauvereinsobmann Stefan Wellanschitz führt aus, dass man zwar eher durchschnittliche Quantität, aber gute Qualität beim Wein erwartet. Wellanschitz betont, dass es auch wichtig sei, wie sich das Wetter bis zur Lese in etwa zwei Wochen bzw. während der Lese entwickelt. „Regen bräuchten wir jetzt keinen mehr, es sollte trocken bleiben“, so Wellanschitz.