Erstellt am 02. September 2015, 11:10

„Burg gut gerüstet“. 684.00 Euro wurden in das Dach und die Fassade von Burg Lockenhaus gesteckt.

Freuen sich über die gelungene Sanierung: Burgmanager Manuel Komosny, Landesrat Helmut Bieler, Marketing-Mitarbeiterin Nora Preisz, Roman Horvath (Paul Anton Keller-Stiftung), Richard Woschitz (Woschitz Engineering) und Bürgermeister Christian Vlasich.  |  NOEN, Grabner

Die Ritterrüstung der Burg wurde rundum erneuert. Sie ist für die Zukunft gut gerüstet“, freute sich Roman Horvath von der Paul Anton Keller-Stiftung der Burg. Dank finanzieller Unterstützung des Landes und der Europäischen Union konnten umfassende Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

So wurden im oberen Burghof der Bewuchs von den Mauern entfernt, die durch die Wurzeln des Efeus beschädigten Wandflächen erneuert und die Putzoberfläche beim Eingangsbereich zum Rittersaal sowie die Steinstiegen zur Kapelle restauriert.

Fassade, Stiegenaufgang und Dach erneuert

Im unteren Burghof wurde die gesamte Fassade laut Vorgaben des Bundesdenkmalamts erneuert, getönte Putzschlämme angebracht und der Stiegenaufgang mit den Steinsäulen restauriert. Außerdem wurde das beschädigte Dach des Bergfrieds samt der beiden Kamine erneuert und Hohlstellen an der Fassade des Turms ausgebessert. „Auf den Bergfried sind die Mitarbeiter der Gerüstfirma eine Woche lang mit jedem einzelnen Teil raufgeklettert“, berichtet Burgmanager Manuel Komosny von der dreimonatigen Bauzeit.

Zu Stoßzeiten arbeiteten 20 bis 30 Bauarbeiter gleichzeitig. Laut Richard Woschitz vom Büro Woschitz Engineering, das für Planung und Bauaufsicht verantwortlich war, war neben der kurzen Bauzeit auch eine besondere Herausforderung, die Sanierungsmaßnahmen so auszuführen, dass diese den Grundzustand widerspiegeln. So konnte nur mit vorgefundenen Materialien gearbeitet werden. 684.000 Euro wurden in die Sanierung investiert.

Insgesamt wurden in der Phasing-Out-Periode 10,3 Millionen Euro von Land und EU für den Denkmalschutz aufgewendet. Gegen Ende der Förderperiode habe man überlegt, wie man übrig gebliebene Gelder sinnvoll einsetzen könne. In der Burg habe man dabei einen Partner gefunden, berichtete Kulturlandesrat Helmut Bieler.

"Verplichtung wertvolles Kulturerbe zu erhalten"

„Es ist eine Verpflichtung und auch große Herausforderung, das wertvolle Kulturerbe des Burgenlandes zu erhalten. Diese Investitionen sind auch Investitionen in den Tourismus und nicht zuletzt in die burgenländische Wirtschaft, weil fast ausschließlich heimische Firmen zum Zug gekommen sind“, meinte Bieler.

Auch Ortschef Christian Vlasich freut sich über die gelungene Sanierung, im Rahmen derer auch eine zusätzliche Fluchtstiege geschaffen wurde: „Die Burg ist die erste Adresse, wenn es darum geht, in Lockenhaus etwas zu machen. Nun können wir diese noch besser bespielen.“