Erstellt am 15. Oktober 2015, 10:56

von NÖN Redaktion

Asyl-Abend mit FPÖ. Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz nahm bei Infoveranstaltung zur Flüchtlingsproblematik Stellung und diskutierte mit Bürgern.

Luden zum Infoabend: Gemeinderat Harald Müller, Landesvize Hans Tschürtz und Bezirksparteiobmann Heinz Mally.  |  NOEN, zVg/BVZ
x  |  NOEN, Thomas Koch/shutterstock
Die FPÖ veranstaltete am Freitag einen Infoabend zum Thema Asyl mit Landeshauptmannstellvertreter Hans Tschürtz, bei dem viel diskutiert wurde.

„Ich verstehe jeden, der flüchtet, wenn er weiß ihm steht der Tod vor Augen. Es muss Möglichkeiten geben, dass es Schutz gibt, aber alle nehmen wird nicht gehen“, so Tschürtz.

Er verwies darauf, dass nicht nur die Menschen in Syrien, sondern auch 300 Millionen andere in Afrika Hilfe brauchen.

Tschürtz sieht EU in der Pflicht

„Wer hat die Berechtigung zu sagen, den fünf Millionen helfen wir und den 50 Millionen nicht. Wenn wir sagen wir helfen allen, dann ist Alarm, dann müssen wir uns selber helfen“, so Tschürtz, für den es eine Obergrenze geben muss.

Außerdem muss seiner Meinung nach nicht nur eine „Hausordnung“ bzw. Werteordnung her, sondern auch ein Schutz auf Zeit. „Die Flüchtlinge sollen wissen, dass sie in Österreich bleiben dürfen, bis der Krieg vorbei ist, aber danach haben sie die Verpflichtung in ihr Heimatland zurückkehren, um dieses wieder aufzubauen von mir aus mit Hilfe der EU“, so Tschürtz.

Die EU sieht er auch in der Pflicht, was die Errichtung von Lagern an der EU-Außengrenze angeht. Was ihm besonders wichtig ist: „Es muss die Möglichkeit geben, über dieses Thema zu reden.“
 

Stimmen:

„Sobald du bei dem Thema gegen irgendetwas bist, bist du ein Nazi, ein Rechter. Das kann es nicht sein,“

„Was macht ein Asylwerber in einem Ort mit 400 Einwohnern, ohne Geschäft und ohne öffentliche Verkehrsmittel?“

„Wir sind von der Kultur sehr weit auseinander.“

„Wie sieht die aktive Vorgangsweise in den nächsten sechs Monaten aus, damit nicht plötzlich 200 Leute unkontrolliert in Containern auf dem Burgparkplatz wohnen. Wie kann man den Menschen etwas beibringen, was muss man aktiv tun?“

„In Österreich gibt es 500.000 Leute, die an der Armutsgrenze leben. Ich kenne Frauen, die 40 Jahre gearbeitet haben und 750 Euro Pension im Monat bekommen. Das verstehe ich nicht.“ (Anmerkung: Die Mindestsicherung beträgt über 800 Euro).