Erstellt am 05. August 2015, 05:16

von NÖN Redaktion

Heimatmuseum in Gefahr. Heimatmuseum-Initiatorin Eva Gneisz hat große Sorge um den Weiterbestand des Heimatmuseums in Lutzmannsburg.

Will das Heimatmuseum unbedingt retten: Eva Gneisz.  |  NOEN, Roznyak

Ein Rundgang im Heimatmuseum vermittelt dem Besucher Eindrücke vom Leben und von der Arbeit früherer Generationen aus Lutzmannsburg.

Angst: „Im Feber läuft der Mietvertrag aus“

Hier gibt es viele kleine, liebevoll aufbereitete Sammlungen zu entdecken, die in unzähligen Details die Geschichte und Kultur der Region nachzeichnen. In zahlreichen adaptierten Räumen sind heute bäuerliche Geräte, Hausrat, Werkzeuge, Textilien, Bauernmöbel und Dokumente ausgestellt – mit dem Ziel, die Erhaltung und Förderung dieser Kulturgüter zu unterstützen.

Die Gemeinde Lutzmannsburg hat im Jahr 2003 das vor Jahren geschlossene „Heimatmuseum“ des verstorbenen Ernst Weber gepachtet. Leiterin des Museums ist Gertrude Dolmanits, einer der „Motoren“ und Initiatoren Eva Gneisz.

Gneisz befürchtet das Aus des Heimatmuseums, wenn nicht bald etwas geschieht. „Im Feber läuft der Mietvertrag aus. Wir haben Angst, dass die Sammlung in falsche Hände rutscht. Es ist die Pflicht der Gemeinde, es zu retten“, meint Gneisz.

Die Gemeinde mit Bürgermeister Christian Rohrer bestätigte, dass der Mietvertrag, welcher alle fünf Jahre erneuert wird, im Feber ausläuft.

„Wollen Heimatmuseum natürlich erhalten“

„Es liegt im Sinne der Gemeinde, dass Heimatmuseum zu erhalten. Ursprünglich hätte die Gemeinde das Gebäude kaufen und anschließend erhalten sollen   – nur das schaffen wir finanziell nicht“, so Rohrer.

Eine weitere finanzielle Sorge sieht Rohrer darin, wenn das Bundesdenkmalamt das Gebäude unter Denkmalschutz stellen will. „Das Bundesdenkmalamt würde dann anschaffen, die Gemeinde müsste alles erhalten und wir haben das Geld nicht dafür. Wir müssen nun abwarten, welche Entscheidung das Bundesdenkmalamt trifft“, fügte Rohrer hinzu.

„Wir haben so viel Herzblut und jahrelange Arbeit in dieses Museum reingesteckt. So eine Kultur kann man nicht fallen lassen“, fügte Gneisz hinzu.