Erstellt am 26. Februar 2015, 06:55

von NÖN Redaktion

ÖVP-Ruf nach Ruhebereich. Noch im Frühjahr erwartet die ÖVP Mittelburgenland grünes Licht von der WIBAG für den geplanten Ruheraum in der Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau.

Vor Ort: Geschäftsführerin Manuela Klawatsch zeigte Günther Toth, Rudi Geißler, Nikolaus Berlakovich und Werner Gradwohl die Pläne für den Ausbau.  |  NOEN, BVZ
Einen Betriebsbesuch samt Arbeitsgespräch mit dem Management absolvierten die Mandatare der ÖVP Mittelburgenland, Niki Berlakovich, Rudolf Geißler und Werner Gradwohl mit Lutzmannsburgs Vizebürgermeister Günther Toth, in der Sonnentherme. Der Ausbau des Ruhebereichs der Therme wäre für die ÖVP eine der wichtigsten Investitionen für den Bezirk.

„Landesrat erweist sich als Nestbeschmutzer“

„Der Tourismus ist für viele Menschen ein wichtiges Standbein. Es müssen längst fällige Investitionen gemacht werden, um die Attraktivität der Therme und der Region zu heben. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen“, so Berlakovich. Noch im Frühjahr erwartet die ÖVP grünes Licht von der WIBAG für dieses Projekt.

Geißler übte in dem Zusammenhang Kritik an der Bezirks-SPÖ, die ihrerseits das Thermen-Management wegen Beschäftigungspolitik und den Plänen zum Ruhebereich kritisiert hatte.

„Landesrat Rezar erweist sich wieder einmal als Nestbeschmutzer, wenn er einen international hervorragend positionierten Betrieb schlecht macht“, so Geißler, für den Burgenländer bevorzugt gehören, es aber ohne ausländische Arbeitskräfte nicht geht.

Rezar sieht Therme ein Fremdkörper in der Gemeinde

Dass in der Therme 50 Prozent der Beschäftigten nicht im Bezirk ihren Wohnort haben, hatte aber ebenso das Missfallen der SPÖ ausgelöst, wie, dass der neue Ruhebereich als Liegehalle ohne Schwimmbereich gebaut werden soll.

Landesrat Peter Rezar (SPÖ) zeigt sich entsetzt: „Es ist bezeichnend, wenn führende ÖVP-Politiker eine mehr als schwache Geschäftsführung in Schutz nehmen und sich über die Beschäftigung ungarischer Arbeitnehmer erfreut zeigen.“

Für Rezar war und ist die Therme ein Fremdkörper in der Gemeinde und Umgebung. „Viele Besucher des Mittelburgenlands kommen wegen des kulturell und kulinarisch erstklassigen Angebots. Es gibt nur leider keine Gemeinsamkeiten zwischen diesen gewachsenen regionalen Höhepunkten und den Aktivitäten der Therme.“

Ein weiterer Dorn im Auge für Rezar ist der geplante Ruheraum. „Wozu soll ich nach einem schönen Abend mit Liszt und kulinarischen Ausklang in die Therme fahren? Schwimmen kann ich dort wegen des Kinder-Hochbetriebs nicht und als einzige Alternative wird mir Schlafen angeboten.“

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