Erstellt am 21. Januar 2014, 23:59

MA.TEC beantragt Sanierung. Finanzielle Probleme / Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 20 Millionen Euro sollen vorhanden sein. Rund 120 Mitarbeiter am Standort Neutal sind betroffen.

NEUTAL / Über das Vermögen der Firma MA.TEC Stahl- und Alubau GmbH, wurde am Mittwoch der Vorwoche am Landesgericht Eisenstadt aufgrund eines Eigenantrages das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Zum Masseverwalter wurde der Eisenstädter Rechtsanwalt Gerwald Holper bestellt. Rund 120 Mitarbeiter am Standort Neutal sind von der Insolvenz betroffen.

Laut Kreditschutzverband 1870 bzw. Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) soll die verschuldete Firma in ihrem Sanierungsantrag als Ursache dargelegt haben, dass nach Abschluss mehrerer Großprojekte erhebliche Verluste festgestellt werden mussten. Diese Verluste hätten in weiterer Folge das Eigenkapital aufgezehrt und daher seien Finanzierungszusagen von kreditfinanzierenden Instituten kurzfristig gesperrt worden.

Forderungen bis 10. Feber, Gläubigerversammlung am 24. Feber

Laut AKV geht aus dem Insolvenzverfahren-Eigenantrag der MA.TEC hervor, dass Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 20 Millionen Euro vorhanden sein sollen. Weiters heißt es, dass für die beabsichtigte Fortführung des Unternehmens entscheidend sei, ob zwei halbfertige Großaufträge mit einem Auftragsvolumen von rund 35 Millionen Euro beendet werden können.

Laut Österreichischem Verband Creditreform können Gläubiger ihre Forderungen bis zum 10. Feber anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 24. Feber statt, die Abstimmung über den Sanierungsplan am 31. März.

Seitens der MA.TEC war bereits bei Verfahrenseröffnung ein Sanierungsplanvorschlag eingebracht worden, der mit 20 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren nach Annahme den gesetzlichen Mindestforderungen entspricht.