Erstellt am 12. September 2012, 00:00

„Man ist frei wie ein Adler“. Flugschule / Seit fast 10 Jahren bietet das Parateam Pannonia aus Deutschkreutz eine spezielle Windenschule und einen Club für Paragleiten, Hängegleiten und Tandemflüge an.

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von Ricardo Berlakovich

DEUTSCHKREUTZ/ Weit abgelegen in der Nähe des Girmer Waldes liegt das Schleppgelände des Parateam Pannonia. Das Areal erstreckt sich über 900 Meter und ist ein Hotspot für Flüge aller Art. „Vom Hängegleiten, Paragleiten per Winde oder Rucksackmotor bis hin zum Tandem ist alles möglich“, so Gerhard Fennes, Verantwortlicher für das Gelände und die Technik in Deutschkreutz.

Geschwindigkeiten von 45 bis 55 km/h 

„Bei einem Windenflug sind meist drei Personen beteiligt. Neben dem Piloten bedienen zwei weitere Spezialisten die Winde. Die Ausklinkhöhe variiert zwischen 250 und 400 Metern und ist von der Windstärke abhängig“, setzt Fennes fort. Ein weiterer wichtiger Faktor beim Paragleiten ist das Wetter. „Wir fliegen immer mit Gegenwind. Je mehr weiße, helle Wolken vorhanden sind, desto besser sind die Windverhältnisse für uns“, führt Fennes weiter aus. Auch privat fliegt der Deutschkreutzer leidenschaftlich gerne durch die Lüfte. „Ich liebe das Fliegen. Wenn man sich hoch oben in der Luft befindet, ist man frei wie ein Adler“, schwärmt Fennes. Hebt man einmal vom Boden ab, können Geschwindigkeiten von 45 bis 55 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Die spezielle Ausrüstung wird aus Südkorea importiert. Da Sicherheit besonders groß geschrieben wird, gibt es jedes Jahr eine Prüfung der Ausrüstung. Jedes zweite Jahr wird das komplette Gelände kontrolliert. Parateam Pannonia Obmann Robert Hofer gründete die Flugschule und den Club im Jahr 2003 in Italien. Sein Alter von knapp 60 Jahren sieht man dem seit mittlerweile 20 Jahren fliegenden, begeisterten Sportler und Turnlehrer nicht an. Hofer selbst war lange Jahre Fluglehrer und war der Meinung, dass man bestimmte Kleinigkeiten verbessern könnte. So beschloss er eines Tages selbst, eine Flugschule zu gründen. Zunächst war das Team in Lutzmannsburg stationiert, bevor es aufgrund von Platzmangel nach Deutschkreutz übersiedelte. „Wir sind die erste und einzige Windenschule in Österreich und international sehr gefragt“, schildert Hofer.

Flüge rund um den 

Selbst das österreichische Nationalteam der Paragleiter wurde vor Ort in Deutschkreutz trainiert. Der Club hat über 100 Mitglieder aus verschiedenen Ländern und unternimmt Ausflüge über den gesamten Globus. Erst diesen August war die Truppe im französischen Bordeaux und am Mont Blanc unterwegs, wo auch in der Freizeit herumgeflogen wurde. Nicht zu vergessen ist Fluglehrerin Manuela Plank, die wöchentlich verschiedenste Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis anbietet. „Ohne die Unterstützung des Bürgermeisters wäre dieses Vorhaben sicher nicht möglich gewesen“, betont Hofer. Als Nächstes ist eine Niederlassung in Italien geplant, womit man wieder zu den Ursprüngen zurückkehren möchte. Nähere Information finden Sie auf der Homepage www.parateam-pannonia.at.

Am Gelände: Obmann Robert Hofer (l.) und Geländeverantwortlicher Gerhard Fennes (r.) vor dem Maskottchen „PARAGINO“.Berlakovich

Vor dem Start: Gerhard Fennes mit seiner Paragleitausrüstung auf dem Schleppgelände in Deutschkreutz.

Berlakovich