Erstellt am 04. März 2013, 09:56

Mann schnitt Ehefrau mit Messer Haare ab. Vor Eifersucht ist am Sonntag im Bezirk Oberpullendorf ein 49-Jähriger ausgerastet: Der Mann bezichtigte seine Frau, ihn seit langem betrogen zu haben.

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Im Streit zerrte er die 44-Jährige ins Schlafzimmer und schnitt ihr mit einem Messer büschelweise die Haare ab, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland heute, Montag. Die Mutter der Frau verständigte die Polizei, die den Mann aus der Wohnung verwies. Ihn erwartet eine Anzeige.

Der 49-jährige Slowake warf laut Polizei seiner Frau vor, dass sie seit Jahren ein Verhältnis mit einem anderen Mann habe. Zum Beweis, dass er tatsächlich der Vater der gemeinsamen Tochter sei, verlangte er die Durchführung eines DNA-Tests.

Als die Frau dies ablehnte, geriet der 49-Jährige offenbar in Rage: Er kappte das Telefonkabel für das Festnetz und zerrte die Burgenländerin ins Schlafzimmer. Dort soll er die 44-Jährige zu Boden gedrückt und zuerst versucht haben, ihr mit einer Haarschneidemaschine die Haare abzuschneiden. Als dies nicht gelang, griff er zu einem Bowiemesser (ein Messer mit massiver Klinge, wie es unter anderem bei der Jagd und beim Militär verwendet wird, Anm.) und schnitt seiner Frau büschelweise die Haare ab, so die Exekutive.

Die im Haus wohnende Mutter der 44-Jährigen hörte ihre Tochter schreien und alarmierte die Polizei. Zu seiner Rechtfertigung gab der Mann an, er habe seine Frau "bestrafen und ihr die Haare vom Kopf schneiden" wollen, "wie man dies im Mittelalter mit untreuen Ehefrauen getan hat."

Eine Bestrafung "wie im Mittelalter" bleibt dem 49-Jährigen erspart: Die Beamten verhängten gegen ihn ein Betretungsverbot für die gemeinsame Wohnung. Außerdem erwartet ihn eine Anzeige wegen Verdacht auf gefährliche Drohung und Nötigung.