Erstellt am 29. April 2015, 06:25

Veto gegen Lkw-Verbota auf L332. Die Gemeinden Mannersdorf und Frankenau-Unterpullendorf legen bezüglich der L332 Steinberger Straße schriftlich Protest bei Behörde ein.

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Nachdem die Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf in einem Schreiben an die Bezirkshauptmannschaft bereits Bedenken gegen die sofortige Erlassung eines Fahrverbots für Lkw über 7,5 Tonnen auf der L332 Steinberger Straße geäußert hatte, wird sich nun auch die Gemeinde Mannersdorf in einer schriftlichen Eingabe gegen ein solches aussprechen.

Ortschefs Blazovich und Schedl auf BH

Wie die BVZ berichtete, war das Fahrverbot auf Wunsch der Anrainer von der Gemeinde Steinberg-Dörfl beantragt worden. Das Verordnungsprüfungsverfahren läuft.

Tritt die Tonnagebeschränkung in Kraft, würde künftig nicht nur ein Teil, sondern der gesamte Schwerverkehr zum Grenzübergang Rattersdorf über Unterpullendorf, Unterloisdorf und Mannersdorf fahren.

Vergangene Woche waren die Bürgermeister Anton Blazovich aus Frankenau-Unterpullendorf und Johann Schedl aus Mannersdorf daher bei Bezirkshauptmann Klaus Trummer vorstellig. „Wir haben dargelegt, dass wir damit nicht einverstanden sind, weil es nur eine Verschiebung des Verkehrs ist und eine Mehrbelastung für die betroffenen Anrainer“, informierte Schedl bei der Gemeinderatssitzung am Freitag.

„Werden alle Möglichkeiten ausschöpfen“

Er verwies in dem Zusammenhang auch darauf, dass die Brücke auf der B61 bei Unterloisdorf ein Sanierungsfall sei.

„Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass dem nicht stattgegeben wird“, betonte Schedl. Wenn in eineinhalb Jahren die Umfahrung fertig ist, ist das Thema obsolet“, verwies Vize Johann Plemenschits darauf, dass bei Verkehrsfreigabe der B61a ohnehin Fahrverbote für Lkw entlang der Ortsdurchfahrten avisiert wurden.

Auch Frankenau-Unterpullendorf wird ergänzend zum ersten Schreiben eine offizielle schriftliche Eingabe machen. Laut Bürgermeister Blazovich fordert man zu dem der Behörde derzeit vorliegenden Sachverständigengutachten zwei weitere betreffend der Auswirkungen für Unterpullendorf bzw. dem Kohlendioxid-Ausstoß des Schwerverkehrs, wenn die Lkw so zu einem Umweg genötigt würden.