Mannersdorf an der Rabnitz

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:54

von Isabella Kuzmits

Neuer Windpark: Bürger am Wort. Die Gemeinde informierte über die Projektidee „Windpark Mannersdorf, Unterloisdorf und Klostermarienberg“.

Informierten die Bürger: Franz Mikulits von der Meteorologie Technologie Consulting GmBH (MTC), Vizebürgermeister Johann Plemenschits, Geschäftsführer von Oekostrom Roland Weyss und Projektleiter Michael Galhaup.  |  Kuzmits

Am Freitag fand im Gasthaus Kaiser ein Bürgerinfoabend bezüglich der Projektidee „Windpark Mannersdorf, Unterloisdorf und Klostermarienberg“ statt.

Der Gemeinderat beschloss in seiner vergangenen Sitzung einen Bürgerinfoabend zu organisieren damit die Bürger im kommenden Jahr bestens informiert abstimmen können, ob es zum Bau eines Windparks kommen kann oder nicht.

„Vorkommen des Weißstorches muss geklärt werden“

In Zusammenarbeit mit der Firma Oekostrom AG und Meteorologie Technologie Cuncuting GmBH sollen (maximal) neun Windkraftanlagen, mit jeweils einer Höhe von 150 Metern und einem Rotordurchmesser von 130 Meter, entstehen – fünf Windräder im Gebiet Unterloisdorf, vier im Gebiet Klostermarienberg.

Die Gesamtinvestition dafür würde 45 Millionen Euro betragen. Mit diesen neun Anlagen ließe sich Strom für 15.000 Hauhalte produzieren. „Es ist die Aufgabe unserer Generation dem Klimawandel entgegenzuwirken. Der Wind ist im Osten Österreichs die größte Energiequelle. Unser Ziel ist bis 2050 die vollständige Energieautarkie“, so der Projektleiter Michael Galhaup.

„Aus Sicht der Vogelkunde wäre ein Bau der Windräder in der Gemeinde unproblematisch. Nur das Vorkommen des Weißstorches muss geklärt werden“, fügte Galhaup hinzu. Die Errichtung sowie die Wartung würde einen Arbeitsplatzeffekt bieten. Die technische Laufzeit beträgt etwa 20 Jahre.

Die Abstände zum Bauland würden in diesem Fall 1.200 Meter betragen. Geschäftsführer Roland Weyss rät, wer sich unsicher bezüglich des Geräuschpegels ist, sich diesen in einem anderen Windpark anzuhören. Sollte die Bürgerbefragung positiv ausfallen, könnte man ab 2020 mit dem Bau beginnen.