Erstellt am 05. Oktober 2016, 11:28

von BVZ Redaktion

Windparks beschäftigen Bürger und die Politik. Unterloisdorfer und Klostermarienberger sollen über Windräder abstimmen. Steinberg-Dörfl will Eignungszone erweitern lassen.

Abstimmung über Windräder: Am 20. November haben die Unterloisdorfer und Klostermarienberger die Wahl.  |  www.bilderbox.com

In der Gemeinde Mannersdorf könnten in Zusammenarbeit mit der Firma Oekostrom AG und Meteorologie Technologie Consulting GmBH insgesamt neun Windkraftanlagen mt einer Höhe von 150 Metern errichtet werden¨– die BVZ berichtete.

Nun sollen die Bürger der Ortsteile Unterloisdorf und Klostermarienberg in einer Bürgerbefragung abstimmen, ob es zum Bau des Windparkes kommen wird oder nicht. Denn fünf der Windräder sind am Hotter von Unterloisdorf, vier am Hotter von Klostermarienberg geplant. Als Termin für die Abstimmung wurde der 20. November festgelegt.

Stimmberechtigt sind alle Bürger und Bürgerinnen ab 16 Jahren, die ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz in einem der beiden Ortsteile haben. Die genaue Fragestellung wird wie folgt lauten: „Sind Sie für die Errichtung eines Windparks auf dem Katastralgebiet Unterloisdorf/Klostermarienberg?“ Damit das Projekt umgesetzt werden könnte, müssten sich zumindest 50 Prozent plus eine Person aller Stimmberechtigten für die Errichtung der Windräder entscheiden. Sollte die Bürgerbefragung positiv ausfallen, könnte ab dem Jahr 2020 mit dem Bau der Windräder begonnen werden.

Ansuchen auf Änderung der Eignungszone

Der Gemeinderat von Steinberg-Dörfl hat indes in seiner Sitzung am Dienstag voriger Woche beschlossen, ein Ansuchen ans Land um eine Erweiterung der Windpark-Eignungszonen zu stellen. Konkret geht es dabei um die Höhe der Windräder. In den bereits ausgewiesenen Eignungszonen

– diese befinden sich in Steinberg an der Hottergrenze zu Unterpullendorf bzw. Oberloisdorf sowie in Dörfl vor der Hottergrenze zu Draßmarkt und Stoob – sind derzeit Windräder mit einer Blattspitzenhöhe von maximal 140 Meter erlaubt. Künftig sollen Windräder bis zu 210 Meter Blattspitzenhöhe möglich sein.

„Auf 140 Metern Höhe ist der Wind zu wenig“, verweist Bürgermeisterin Klaudia Friedl auf in der Vergangenheit durchgeführte Windmessungen und den Grund für das Ansuchen an das Land. Grundsätzlich sind verschiedene private Interessenten für die Errichtung eines Windparks vorhanden. „Wenn wir das Okay vom Land bekommen, dann machen wir eine Bürgerversammlung“, verspricht Friedl.