Erstellt am 03. November 2016, 07:01

von BVZ Redaktion

Bürgermeister-Wechsel: Steiner übergibt an Karall. Nach fünfzehn Jahren an der Spitze der Gemeinde dankt Rudolf Steiner frühzeitig ab, um seinem Nachfolger Jürgen Karall Platz zu machen.

Nachfolge: Rudolf Steiner wird sich als Bürgermeister zurückziehen, Jürgen Karall wurde von der SPÖ zum designierten Ortschef bestimmt.  |  BVZ

Jürgen Karall wird Rudolf Steiner als Bürgermeister von Markt St. Martin nachfolgen. Die Gemeindeordnung macht es möglich, dass beim Rücktritt eines Bürgermeisters innerhalb eines Jahres vor der nächsten Wahl dieser vom Gemeinderat und nicht von den Bürgern zu wählen ist.

Die SPÖ, die die stärkste Gemeinderatsfraktion stellt, hat ihre Wahl für die Nachfolge von Rudolf Steiner bei einer Wahl am Sonntag bereits getroffen. Bei einer Gemeinderatssitzung im Dezember soll der Bürgermeisterwechsel dann offiziell vollzogen werden.

Wenn Rudolf Steiner abdankt, war er vierzehn Jahre Bürgermeister der Gemeinde Markt St. Martin. „Ich bin seit drei Perioden im Gemeinderat tätig. Es reicht. Die Motivation lässt einfach nach und wenn man nicht mehr das Beste geben kann, soll man aufhören“, meint Steiner.

Bereits als Vizebürgermeister Großes bewirkt

Er wurde nach der Wahl 2002 als Ortschef angelobt. Bereits bei der Wahl 1997 war er Vizebürgermeister geworden. Damals war er als Spitzenkandidat der SPÖ zur Gemeinderatswahl angetreten, hatte aber auf eine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl verzichtet.

Besonders stolz ist er rückblickend darauf, dass er bereits als Vizebürgermeister die Verhandlungen für einen Beitritt von Markt St. Martin zum Wasserverband Mittleres Burgenland geführt hat.

Weitere Highlights waren aus seiner Sicht unter anderem die Sanierung der Schule und des Kindergartens, der Straßenbau samt Neugestaltung der Ortsdurchfahrten und des Kirchenplatzes in Markt St. Martin, diverse Feuerwehrfahrzeuge und Gerätschaften für die drei Ortsfeuerwehren, die Spielplätze in allen drei Ortsteilen, der Bau von Wohnungen und Reihenhäusern mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft und der Neuen Eisenstädter, der Zubau beim Gemeindeamt, die Errichtung des Naturbadesees, das Leitsystem und die Wappenverleihung.

„Die Vereinsförderung war auch immer ein großes Thema für mich. So gut wir es mit unserem Budget konnten, haben wir immer geholfen“, so Steiner. Seit September ist Steiner Obmann des Naturparks Landseer Berge. Diese Aufgabe wird er bis zum Ende der Funktionsperiode in zwei Jahren weiter ausüben.

Volle Zustimmung für Jürgen Karall

Auch Steiners Nachfolger als Bürgermeister, Jürgen Karall, war und ist in der Gemeinde in vielen Funktionen aktiv. „Ich bin in vielen Vereinen, auch in den Ortsteilen, aktiv. Seit fast zwanzig Jahren bin ich im Gemeinderat, seit zehn Jahren bin ich auch als Gemeindekassier tätig“, so Karall.

Er wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der SPÖ mit 100 Prozent zum Spitzenkandidaten gewählt. „Danke an die Ortsvorsteher, an die Mitglieder, an die Sympathisanten und an die Pensionisten für das Vertrauen“, meinte er nach der Wahl.

Er bedankte sich auch bei Rudolf Steiner für die Zusammenarbeit. „Es gibt noch viel zu tun, etwa im Straßenbau. Ein großes Anliegen meinerseits ist der Siedlungsbau. Ein Schwerpunkt sollen auch Betriebsansiedlungen sein sowie die Unterstützung der Firmen, die schon hier sind“, meinte er.