Erstellt am 25. Februar 2015, 06:25

Pellets aus der Region. In Markt St. Martin soll bis April ein Pelletswerk entstehen. Die Betreiber wollen auf Regionalität setzen.

Derzeit noch Baustelle: Heimo De Monte beim Biomassekraftwerk, wo derzeit noch Bagger und Baumaterialien das Bild prägen. Bis April soll das neue Pelletswerk seinen Betrieb aufnehmen.  |  NOEN

Beim Biomassekraftwerk im Industriegebiet in Markt St. Martin entsteht derzeit ein Werk zur Erzeugung von Pellets. Ein Lagersilo wurde bereits errichtet.

„Grundkonzept ist ‚Aus der Region für die Region‘“

Heimo DeMonte aus der Steiermark und sein Geschäftspartner und Josef Feldbacher jun. aus Oberösterreich haben das Biomassekraftwerk mit Jahresbeginn 2013 übernommen und produzieren aus Biomasse Ökostrom.

Man suchte nach einer Möglichkeit, die Abwärme des Prozesses kontinuierlich zu nutzen und entschied sich deshalb, ein Pelletswerk zu errichten.

„Unser Grundkonzept ist ‚Aus der Region für die Region‘“, führt Heimo De Monte aus. 90 Prozent des Rohstoffbedarfs sollen aus einem Gebiet von maximal 70 Kilometer Umkreis kommen, und auch die Pellets selbst möchte man regional vertreiben. „Unser Radius soll in etwa bis nach Wien und bis nach Güssing sein, dort wollen wir unsere Pellets verkaufen“, so De Monte.

Bisher einzigartige „Regional-Zertifizierung“?

So könne man einerseits die Nähe zum Rohstoff Holz als auch die Nähe zum Kunden nutzen, was sich auch für den Kunden auszahlen soll. Man hat vor, dass Kunden in der Umgebung weniger für die Pellets zahlen werden als solche, wo der Transportweg länger ist.

Um die Regionalität noch besonders zu betonen, soll es nicht nur die standardisierte Zertifizierung für die Pellets geben, sondern auch eine erstmalige und bisher einzigartige „Regional-Zertifizierung“, an der noch gearbeitet wird.

„Damit soll der Kunde sehen, dass die Wertschöpfung lokal ist und auch die Arbeitsplätze in der Region bleiben“, erklärt Heimo De Monte.

3,5 Millionen Euro Investition, Betrieb ab 1. April

Es ist geplant, dass das neue Pelletswerk bereits am 1. April in Betrieb geht, damit man auch die diesjährige Einlagerungssaison mitbetreuen kann, führt De Monte aus. Zurzeit ist ein Mitarbeiter am Standort Markt St. Martin beschäftigt, in der Endausbaustufe sollen es etwa sechs bis acht sein.

„Wir investieren 3,5 Millionen Euro“, erklärt De Monte. In der Anlage sollen 20 bis 25 Tonnen Sägespäne pro Jahr verarbeitet werden.

Die Sägespäne werden im neuen Werk angeliefert, getrocknet, in einer Hammermühle vermahlen und im Anschluss pelletiert; jene, die zu Beginn noch 40 bis 60 Prozent Wasser enthalten, werden zu Pellets verarbeitet, die nur noch etwa 8 Prozent Wasser enthalten.

„Es wird im Burgenland die erste Erzeugung von Pellets sein“, so De Monte abschließend.