Erstellt am 29. Oktober 2014, 08:15

Kampf gegen Ärztemangel. KRAGES will ausreichende Zahl von Jungärzten im Krankenhaus Oberpullendorf sichern.

Bei der Präsentation: Herbert Tillhof, Peter Rezar, Jörg Pachatz und Kurt Resetarits.  |  NOEN, zVg
Nur 15 Quadratmeter große Dienstwohnungen um 150 Euro Miete, nur drei Turnusärzte, die die Arbeit von sechs machen müssen und eine Rotation, die nicht in 36 Monaten klappt: All dies sind für Turnusärztevertreter Jörg Pachatz Gründe, warum es vor eineinhalb Jahren kaum mehr Turnusärzte im Spital Oberpullendorf gegeben hat.

„Mittlerweile sind wir das einzige Haus, das voll ist“, so Pachatz. „Wir haben uns eine Atmosphäre geschaffen.“ Pachatz hat außerdem seine Wünsche an die KRAGES formuliert.

Ärzte-Nachwuchs muss gesichert werden

Basierend auf zahlreichen Analysen hat die KRAGES Maßnahmen zur Sicherung einer ausreichenden Zahl an Jungärzten formuliert, die Aufsichtsratsvorsitzender Peter Rezar mit Ärztlichem Direktor Kurt Resetarits präsentierte.

Diese sind die Sicherstellung einer hochwertigen Ausbildung unter anderem durch ein Mentorensystem und die Entlastung der Ärzteschaft von administrativen Tätigkeiten sowie eine Evaluierung der Organisationsabläufe.

Weiters sind eine Verbesserung des sozialen Umfelds durch Starterwohnungen, eine flexible Kinderbetreuung in Kooperation mit Gemeinden bzw. durch Betriebskindergärten und ein umfassendes Fortbildungsprogramm vorgesehen. Eine Leistungsabgeltung beim Klinisch-Praktischen Jahr wurde beschlossen, eine Kooperationsvereinbarung mit deutschsprachigen Unis in Ungarn angedacht.