Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Mehr Ankünfte, aber weniger Nächtigungen. TOURISMUSBILANZ 2010 / Ein Einbruch bei den Nächtigungen im Dezember verhinderte ein positives Gesamtergebnis.

Familien mit Kleinkindern als Hauptzielgruppe: Zugpferd für den Tourismus im Bezirk wird auch künftig die Baby- und Kleinkindtherme bleiben. Daneben sollen aber auch andere Angebote verstärkt beworben werden.SONNENTHERME  |  NOEN
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BEZIRK / Mehr Gäste, die aber kürzer bleiben: Das bescherte das Jahr 2010 dem Bezirk. Während die Ankünfte gegenüber 2009 um zwei Prozent gesteigert werden konnten, nahm die Zahl der Nächtigungen um 1,2 Prozent ab. Burgenlandweit hat es 933.573 Ankünfte (+5,1 Prozent) und 2,911.034 Übernachtungen (+1,5 Prozent) gegeben.

Schuld am Minus bei den Nächtigungen im Bezirk ist vor allem die schlechte Auslastung im Dezember. Nach einem positiven Herbst hatte es einen Einbruch bei den Nächtigungen um minus elf Prozent gegeben. Seitens des Tourismusregionalverbandes Blaufränkisch Mittelburgenland hat man bereits versucht, Ursachenforschung zu betreiben und dafür auch eine Umfrage unter den Betrieben gemacht. Diese sehen einige mögliche Gründe für diese Entwicklung: die Ungewissheit rund um den Thermenverkauf, dass nötige Investitionen in die Therme noch nicht getätigt wurden, dass viele Hotels heuer rund um die Revisionsarbeiten in der Therme zwei statt nur einer Woche im Dezember geschlossen hatten, die Unsicherheiten rund um die Zukunft des Tourismusregionalverbandes und die gute Schneelage in Österreich.

„Auch die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise sind spürbar. Viele kommen als Tagesgäste her und bleiben nicht mehr über Nacht“, erklärt sich Tourismusgeschäfsführerin Michaela Tesch die Schere zwischen Zunahme der Ankünfte und Abnahme an Nächtigungen.

Um dem entgegenzuwirken, möchte der Tourismusverband neue Märkte in den angrenzenden Ländern in Osten wie Ungarn und Tschechien erschließen und auch den deutschen Markt wieder verstärkt bewerben. So ist bereits eine Wein- und Tourismustour nach München, aber auch Salzburg und Vorarlberg geplant.

„Wir wollen auch zeigen, dass es im Bezirk mehr gibt als die Sonnentherme, zum Beispiel die Badeseen. Camping wird immer mehr angenommen. Auch hier wollen wir etwas tun“, verrät Tesch. Weitere geplante Projekte sind die Neuauflage des Reiseführers durch das Mittelburgenland, eine interaktive Radkarte und Sonnenland-Gutscheine.