Erstellt am 15. Februar 2012, 08:18

Mit der Natur zu Erfolgen. LANDESENTWICKLUNGSPROGRAMM / Neben Lutzmannsburg soll sich der gesamte Bezirk als Tourismus-Hochburg etablieren.

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OBERPULLENDORF / Der bisherige Landesentwicklungsplan als Instrument der überörtlichen Raumplanung wurde im Jahr 1994 überarbeitet. „Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Landes haben sich seit 1994 wesentlich verändert: Österreich war nicht Mitglied der Europäischen Union, das Burgenland war nicht Ziel 1-Gebiet. Es gibt andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen, Veränderungen bei Bildung und Ausbildung. Auf dem Energiesektor hat das Burgenland einen Paradigmenwechsel vollzogen. Dieser Wandel muss in der räumlichen Entwicklung des Landes berücksichtigt werden. Daher wurden neue Grundsätze und Ziele erarbeitet.

Schwerpunkte für Arbeit  und Wirtschaft

Die Achse an der S31 ist prioritärer Siedlungsstandort für Industrie, Unternehmungen und Betriebe mit den Gemeinden Stoob, Neutal oder Oberpullendorf wie auch die Achse von Weppersdorf bis Deutschkreutz entlang der B62. Neu aufgenommen wurden die Gemeinde Neckenmarkt und Horitschon. Das Programm 2011 berücksichtigt auch die Errichtung der B61a: Steinberg-Dörfl wurde als Betriebsstandort festgelegt. Im Tourismus werden jetzt auch neben der Therme Lutzmannsburg-Frankenau als Leitbetrieb auch die Ausflugsstandorte in der Region bedacht. Das Angebot in und um Landsee, das neu geschaffene Lisztzentrum in Raiding, die Festspiele in Kobersdorf wie auch das Kulturangebot in Lockenhaus werden berücksichtigt wie auch die besondere Rolle des Blaufränkisch-Landes.

Beispiele für den  Bezirk Oberpullendorf

„Das Neue in diesem Landesentwicklungsprogramm im Vergleich zu jenem von 1994 ist, es wurden erneuerbare Energie, der Schutz der Natur und die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen besonders berücksichtigt“, erklärt Rezar.

Geschaffen werden sollen: Naturschutzzonen im Naturpark Landseer Berge und die Region um Lockenhaus, erneuerbare Energie mit dem Windpark in Deutschkreutz sowie Biomasse, Forst- und Landwirtschaft, bestehende Wirtschaftsstandorte sollen mit regionaler Bedeutung hochrangig ausgebaut werden, Siedlungen sollen flächensparend und nachhaltig ausgebaut werden. „Auf gesellschaftliche und soziale Veränderungen wurde mit der Implementierung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes für Altenwohn- und Pflegezentren und dem Leitbild für die ältere Generation geantwortet. Sozial- und Pflegeberufe werden in Zukunft im Bereich der Bildung gesondert angeführt“, so Rezar.

Landesrat Rezar sieht einige Herausforderungen für das Mittelburgenland. Wie werden in Zukunft Wachstum und Jobs im Einklang mit der Natur unter Schonung unserer natürlichen Ressourcen realisiert oder wie werden Änderungen im Sozial- und Gesundheitsbereich bewältigt. „Das Burgenland und das Mittelburgenland stehen vor großen Herausforderungen. Das Landesentwicklungsprogramm 2011 ist der Rahmen, damit Zukunftsfragen erfolgreich bewältigt werden. Damit kann die positive Entwicklung des Burgenlandes und des Bezirks Oberpullendorf fortgesetzt werden.“

Stellte das neue Landesentwicklungsprogramm „Mit der Natur zu neuen Erfolgen“ und die Auswirkungen auf den Bezirk Oberpullendorf vor: Landesrat Peter Rezar im SPÖ-Bezirksbüro.