Erstellt am 23. März 2016, 11:08

von NÖN Redaktion

Mit Elektroantrieb auf Draisinentour. Gemeinsam mit der Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) Eisenstadt wurden Elektro-Draisinen entwickelt.

Neue Attraktion: Seit dem Vorjahr kann man mit den Funcarts vom Pauliberg zur alten Walquelle sausen wie Christian Gradwohl , Andreas Pfeller, Elvira Glöckl-Fazekas und Petra Aminger.  |  NOEN, zVg

Am 8. April wird die Sonnenland Draisinentour wieder aus der Winterpause erwachen. Geschäftsführer Günther Glöckl führt auf Anfrage der BVZ aus, dass man für die diesjährige Saison plant, die angekündigte Elektro-Draisine „auf Schiene“ zu bekommen. Diese wird von einem Projektteam der Höheren Technischen Lehranstalt Eisenstadt entwickelt.

„Das Projekt hat sich etwas verzögert, da die Teammitglieder derzeit an ihrer Diplomarbeit schreiben. Sie arbeiten hochprofessionell. Nach Ostern bin ich bei ihnen und sie werden mir die Ergebnisse zeigen“, erklärt Glöckl. Noch heuer sollen fünf Elektro-Draisinen zur Verfügung stehen.

„Das Wetter war für uns nicht ideal“

Die beiden vorigen Saisonen seien für die Draisinentour nicht ganz optimal verlaufen, so der Geschäftsführer. „Vor zwei Jahren hatten wir heftigen Regen, und im Vorjahr die Hitze. Das Wetter war für uns nicht ideal“, so Glöckl.

Die Hitze wäre von den Leuten durchaus auch überschätzt worden, da die Strecke viel durch Waldgebiet führt und der Fahrtwind noch dazu kühlt, meint er weiters. „Die, die eine Fahrt gebucht haben, kommen so und so, aber die Tagesgäste fehlten. Auch die Konsumationen auf der Strecke gehen bei hohen Temperaturen wie im Vorjahr zurück. Die Leute sparen einfach“, führt er aus.

„Funcarts“ neu im Angebot

Neu im Angebot der Sonnenland Draisinentour sind seit dem Vorjahr die „Funcarts“. Mit diesen kann man vom Pauliberg in Landsee bis zur alten Waldquelle in Kobersdorf hinuntersausen. „Die Funcarts laufen an, wir fahren etwa zehn Touren im Monat“, meint Glöckl. Ein weiteres Standbein sind die Segways, die in Deutschkreutz und in der Landeshauptstadt Eisenstadt angeboten werden. „Wir werden nochmals sechs Segways anschaffen, damit bieten wir an den Standorten Eisenstadt und Deutschkreutz 26 Segways an“, rechnet Glöckl vor. Damit kann man etwa auch Touren für Betriebsausflüge anbieten, was andere Anbieter aufgrund der Anzahl der Segways nicht können.

Optimistisch zeigt sich Günther Glöckl, was die Wiederaufnahme des Güterverkehrs auf der Bahnstrecke betrifft. „Es gibt Bestrebungen, dass da etwas kommt. Es ziehen alle an einem Strang“ meint er in Bezug auf laufende Gespräche.

Weniger erfreut zeigt er sich vom Stand der Dinge betreffend der Förderungen, die die Gemeinden für den Kauf der Strecke hätten aufbringen sollen. Die Sonnenland Railtour kaufte die Bahnstrecke in Kooperation mit Land und Gemeinden um 900.000 Euro. Die mittelburgenländischen Gemeinden hätten dafür gemeinsam 100.000 Euro leisten sollen. „Förderungen aus einigen SPÖ-Gemeinden sind noch ausständig“, so Glöckl.