Erstellt am 23. Oktober 2015, 05:52

von Michaela Grabner

Mögliches Asylquartier: „Haus noch im Umbau“. Bürgermeister ortet Verunsicherung in Bevölkerung und stellt klar: „Derzeit gibt es nichts als eine Anfrage.“

Neue Nutzung für altes Zollhaus: Möglicherweise könnten dort nach Fertigstellung des Umbaus Flüchtlinge einziehen.  |  NOEN, BVZ
x  |  NOEN, Thomas Koch/shutterstock
Wie die BVZ berichtete, hat die Immobilienfirma, in deren Eigentum sich das alte Zollhaus befindet, dieses dem Land als Flüchtlingsquartier angeboten.

„Es gibt eine Anfrage und mehr gibt es zurzeit eigentlich nicht“, ist es Bürgermeister Johann Schedl ein Anliegen, bei diesem Thema für mehr Klarheit zu sorgen.

Veranstaltung sei erst nach Fertigstellung sinnvoll

Bei der Gemeinde ist auch eine Bürgerinitiative vorstellig geworden, die sich rund ums Thema Asyl gebildet hat und den Wunsch nach einem Bürgerinformationsveranstaltung zu diesem Thema an die Gemeindevertreter herangetragen hat. Dem steht Schedl positiv gegenüber.

Allerdings hält er eine solche Bürgerinformationsveranstaltung erst dann für sinnvoll, sobald der Gemeinde eine Fertigstellungsmeldung für das Gebäude, das derzeit renoviert wird, vorliegt.

„Ich weiß nicht, wie lange der Umbau dauert, bis dahin kann sich die Situation ändern. Deshalb möchte ich die Bürgerversammlung ziemlich zeitnah machen. Ich kann dann informieren, wenn wir wissen wovon wir reden“, so Schedl.

Ihm ist wichtig, dass die Bevölkerung nicht verunsichert wird. „Sobald die Fertigstellungsmeldung da ist, kann ich mit Flüchtlingskoordinator Hauptmann einen Termin machen.“

„Wunsch aus der Bevölkerung, dass Familien kommen“

Laut Bürgermeister Schedl hätte das Land vor, 26 Flüchtlinge unterzubringen, was genau der 1,5 prozentigen Quote für die Großgemeinde entsprechen würde. „Laut Hauptmann ist das Haus dem Land und dem Bund angeboten worden. Ich will daher zuerst mit dem Land reden. Ich erhoffe mir dadurch mehr Mitspracherecht darüber, wer kommt. Es ist ein Wunsch aus der Bevölkerung, dass eher Familien kommen.“

Vizebürgermeister Johann Plemenschits bestätigt diesen Wunsch und er möchte sich selbst ebenfalls dafür einsetzen. Weiters bestärkt er seine Meinung, dass man dem Thema offen gegenübertreten und dieses aktiv sowie gemeinsam angehen muss.

In diesem Sinne steht er auch er einer Infoveranstaltung für die gesamte Großgemeinde positiv gegenüber „Ich setze mich gerne zusammen und rede, aber ich könnte im Moment nicht mehr sagen“, verweist auch Plemenschits darauf, dass das Gebäude noch nicht einmal endkolladiert ist.