Erstellt am 02. März 2016, 10:37

von NÖN Redaktion

Nach Anzeigen: Vereinsfeste „wackeln“. Veranstalter, die von Bündnis Gastronomie Österreichs angezeigt wurden, klären derzeit größtenteils noch offene Fragen.

Volle Kraft für Vereinsfeste: Michael Bayer (Kirschencocktail Donnerskirchen), JVP-Landesobmann Patrik Fazekas, Kurt Safrata (Nightpoolparty Eisenstadt), Lukas Schlögl (Häschen-Treff) und Sebastian Steiner (Seefest Illmitz) bei der Pressekonferenz.  |  NOEN, zVg

Nach den Anzeigen von Vereinsfesten des Bündnisses der Gastronomen Österreichs (BDGA) bei der Gewerbebehörde und dem Finanzamt im Vorjahr forderte JVP-Obmann Patrik Fazekas mit einigen Veranstaltern, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und eine Lösung mit Vereinen und Wirtschaft zu erzielen.

"Ehrenamtliches Engagement hat lange Tradition"

„Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren ist groß. Gerade deswegen braucht es eine Position der Vernunft. Keine Polemik und kein Verschieben der Verantwortung, sondern wirkliche Bemühungen in Richtung einer anständigen, fachlichen und sachlichen Lösung im Sinne unserer Vereine. Andernfalls ist es eine große Bedrohung für den Erhalt unserer Traditionen“, so Fazekas. Bei der Pressekonferenz war auch Lukas Schlögl von der JVP Draßmarkt dabei.

„Gerade das ehrenamtliche Engagement hat bei uns in Draßmarkt eine lange Tradition. Egal ob Jung oder Alt, egal ob Schüler, Lehrling oder Student, bei uns in Draßmarkt wird generationenübergreifend angepackt und gearbeitet. Unsere Vereine sind eine Schule fürs Leben. Eine Gesetzesänderung ist notwendig um Abhilfe zu schaffen“, unterstreicht Schlögl. Das Häschen-Treff soll laut Schlögl heuer jedenfalls wieder stattfinden. Noch nicht sicher ist, ob das Hosnhaara-Fest in Weppersdorf über die Bühne gehen wird. „Wir sind gerade dabei, dass wir das rechtlich abklären. Wenn alles passt, dann wird es ein Fest geben“, so Stefan Böhm, Chef der Jugend Weppersdorf.

Auch das Summer Closing in Ritzing erhielt im Vorjahr eine Anzeige. „Ich gehe davon aus, dass die Summer Closing Party 2016 wieder ohne Komplikationen über die Bühne gehen wird. Nach viel unnötiger Bürokratie und Frotzelei durch feige anonyme Anzeigen wurde selbst vom Landesverwaltungsgericht bestätigt, dass unser Verein wertvolle gemeinnützige Arbeit leistet und positive Impulse in und für die Region setzt“, so Gmeiner.

Tolle Zusammenarbeit mit Gastwirten und Lieferanten

Weiters sei auch die tolle Zusammenarbeit mit Gastwirten und Lieferanten aus der Umgebung gelobt worden. Gmeiner sieht es als sehr positives Zeichen, dass sämtliche Interessensvertretungen und Parteien die Wichtigkeit der Vereine für das kulturelle Leben erkannt haben und sich in einer breiten Front hinter diese stellen. „Daher gehe ich davon aus, dass selbst die frustriertesten Neider heuer auf ihre sinnlosen Anzeigen verzichten werden“, meint er.

Ebenfalls angezeigt wurde 2015 das „Viva la Plutzer“ der Burschen Stoob, das dann abgesagt wurde. Burschenvater Daniel Sommer meint auf Anfrage der BVZ: „Finanzamt-technisch wären wir im grünen Bereich.“ Man warte, ob es eine Entscheidung gibt, ob nach der Gesetzesänderung in Zukunft die Gemeinde oder die Bezirkshauptmannschaft für die Veranstaltungsplatz-Genehmigung zuständig sein werden. „Wenn wir einen genehmigten Veranstaltungsplatz bekommen, dann werden wir das Fest machen“, so Sommer.

„Eine weitere Anzeige erging an die Burschen Oberloisdorf aufgrund ihres Kirtages. „Wir planen einen Kirtag und werden alles dafür tun, damit das rechtens über die Bühne geht“, so Burschenvater Markus Krutzler.