Erstellt am 22. April 2015, 09:31

von NÖN Redaktion

ÖVP will Fahrverbot von S31 bis Grenze. In Horitschon soll dementsprechender Antrag bei nächster Gemeinderatssitzung behandelt werden.

Fahrverbot: Unterpetersdorfs ÖVP-Ortsparteiobmann Josef Spanitz, Horitschons Vizeortschef Emmerich Kohlmann, Bezirksparteiobmann Nikolaus Berlakovich, Lackendorfs Vizeortschef Andreas Bauer und Deutschkreutz’ ÖVP-Ortsparteiobmann Andreas Kacsits wollen ein Fahrverbot für Lkw sobald die B 61 a fertiggestellt ist.  |  NOEN, ÖVP

Die ÖVP der Gemeinden Horitschon, Lackendorf und Deutschkreutz fordert ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht von der Grenze Deutschkreutz bis zur S31 in Weppersdorf – sobald die B61a fertiggebaut ist. „Die Anrainer klagen über den massiven Transitverkehr, der nach Meinung vieler Bürgerinnen und Bürger stetig im Ansteigen ist“, so Nikolaus Berlakovich, Emmerich Kohlmann, Josef Spanitz, Andreas Kacsits und Andreas Bauer.

Kohlmann führt weiter aus: „Wir wollen damit der regionalen, örtlichen Wirtschaft nicht schaden. Es soll eine Ausnahme für Ziel- und Quellverkehr geben.“ Die B61a führe durch keine Ortschaft und daher seien auch keine Anrainer betroffen, so die ÖVP-Mandatare. Die ÖVP aus Horitschon hat einen dementsprechenden Antrag bei der Gemeinde eingereicht, damit der Punkt bei der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt wird.

„Der Gemeinderat der Marktgemeinde Horitschon soll den Beschluss fassen, bei der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf den Antrag auf eine Verordnung eines Lkw-Fahrverbotes ab 7,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht auf der B62 zwischen dem Grenzübergang Deutschkreutz und dem Beginn der S31 zu stellen“, so Vizebürgermeister Emmerich Kohlmann aus Horitschon und Ortsparteiobmann Josef Spanitz aus Unterpetersdorf.

"Kenne und teile Sorge der Anrainer"

Horitschons Bürgermeister Peter Heger (SPÖ) meint auf Anfrage der BVZ zum Fahrverbot: „Ich kenne und teile die Sorge der Anrainer. Es ist eine verzwickte Situation, man muss sich das sachlich ansehen. Es geht ja auch um alle anderen Gemeinden.“ Man müsse sich das Gesamtverkehrskonzept ansehen und dann schauen, welche Möglichkeiten es gibt. Dazu hätte es keiner schriftlichen Eingabe bedurft, so Heger. „Wir werden schauen, ob wir bis zur nächsten Gemeinderatssitzung etwas wissen“, meint der Horitschoner Ortschef.

Sein Lackendorfer Amtskollege Werner Hofer (SPÖ) erklärt, dass der Lkw-Verkehr mehr geworden wäre. „Ich glaube aber, dass es durch die Eröffnung der B61a hier zu einer Entschärfung kommen wird“, so Hofer. Einer Umfahrung kann er nichts abgewinnen, denn dann seien die Ortschaften „tot“.

Deutschkreutz‘ Ortschef Manfred Kölly (LBL) ist für eine Entlastung der Bevölkerung, jedoch sei jetzt vor den Wahlen der falsche Zeitpunkt. „Man sollte sich mit allen Fraktionen und allen Bürgermeistern zusammensetzen. Mein Vorschlag war schon vor etwa 15 Jahren eine großräumige Umfahrung“, so Kölly.

Lesen Sie mehr zum Thema: