Erstellt am 23. Dezember 2013, 08:00

„Nachbarschaftshilfe plus“ startet 2014. BEZIRK | Sechs Gemeinden beteiligen sich am Projekt, das quasi organisierte Nachbarschafthilfe durch ehrenamtliche Helfer anbietet.

Werden am Projekt teilnehmen: Die Ortschef Christian Weninger (Lackenbach), Peter Heger (Horitschon), Klaudia Friedl (Steinberg-Dörfl), Stefan Hauser (Piringsdorf), Friedrich Kreisits (Unterfrauenhaid) und Markus Landauer (Raiding).  |  NOEN
Durch die veränderten Familienstrukturen und das veränderte Dorfleben in den vergangenen Jahrzehnten ist es für ältere Mitmenschen nicht so einfach, jemanden zu finden, der mit ihnen zum Arzt oder in die Apotheke fährt, sie beim Wocheneinkauf unterstützt, mit ihnen ein bisschen spazieren geht oder sie besucht, um ein bisschen zu tratschen. Auch für Alleinerziehende oder Familien kann es manchmal schwierig sein, kurzfristig jemand zu finden, der auf die Kinder aufpasst. Genau dort setzt das Projekt „Nachbarschaftshilfe plus“ an, das Anfang des kommenden Jahres in sechs Gemeinden im Bezirks (Piringsdorf, Steinberg-Dörfl, Horitschon, Unterfrauenhaid, Raiding, Lackenbach) startet.
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Die Idee dazu sei aus der für viele selbstverständlichen Nachbarschaftshilfe entstanden, erklärt Projektleiterin Astrid Rainer. „Alle Dienste werden ehrenamtlich verrichtet und sind für die Bürge und Bürgerinnen der Partnergemeinden gratis“, so Rainer. „Nachbarschaftshilfe plus“ soll folgende Leistungen umfassen: Fahr- und Bringdienst, etwa zum Arzt, in die Apotheke oder zum Einkaufen, Besuchsdienste, Spaziergehdienst, Notfalldienst, wenn jemand kurzfristig ins Krankenhaus muss und die Familie Hilfe braucht, und auch vorübergehende Kinderbetreuung soll möglich sein.

Im Rahmen des Projektes „Nachbarschaftshilfe plus“ sollen genau diese Aktivitäten nun von Ehrenamtlichen übernommen werden. Um herauszufinden, wie groß der konkrete Bedarf in den Gemeinden ist, wurde in allen sechs Partnergemeinden eine Fragebogenaktion durchgeführt. „Die Ergebnisse zeigen, dass ein derartiges Service gebraucht wird und dass andererseits auch Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit besteht“, so Rainer.
Im Februar des kommenden Jahres soll das Projekt auch gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert werden.