Erstellt am 24. Februar 2016, 10:28

Naturparkschule wird zu Bildungscampus. Schüler sollen am Umbau lernen. Wettbewerb für Studierende betreffend Gebäudetechnik startet.

Starten ein Pilotprojekt: Fachlehrerin Elke Nuschy, Pflichtschulinspektor Alfred Lehner, NMS-Direktorin Martina Farkas, Elisabeth Kreutzer-Korec (Verein Connect), Bürgermeister CHristian Vlasich, Rektor Walter Degendorfer (PH), Architektin Daniela Filipovits-Flasch (Connect), Rektor Gernot Hanreich und Lehrende Hildegard Gremmel-Simon (FH Pinkafeld) sowie Robert Neford (PH).  |  NOEN, Grabner

Das Gebäude, das Volks- und Neue Mittelschule beheimatet, wird generalsaniert. Rund 3,5 Millionen Euro stehen dafür laut Bürgermeister Christian Vlasich in den kommenden Jahren zur Verfügung. Noch heuer soll mit den ersten baulichen Maßnahmen im Bereich des Turnsaals gestartet werden.

Der Umbau und die Sanierung der Naturparkschule Lockenhaus soll dazu genutzt werden, dass Schüler und Studenten an der Entwicklung, Planung und Umsetzung eines realen baulichen Projekts direkt beteiligt werden können. Zu diesem Zweck wurde vom Verein Connect – Architektur/Kultur/ Schule, der Neuen Mittelschule Lockenhaus, der Fachhochschule Burgenland (FH), der Pädagogischen Hochschule (PH) und der Marktgemeinde Lockenhaus das zweijährige Pilotprojekt „Living Lab“ gestartet, das bis November 2018 laufen wird.

"Wollen Jugendliche auf Architektur aufmerksam machen"

„Architektur begleitet uns ein Leben lang von der Geburtenstation bis zum Friedhof. Wir wollen Jugendliche auf Architektur aufmerksam machen und ihnen deren Bedeutung klar machen. In der Schule können wir das am besten weitergeben“, erklärt Architektin Daniela Filipovits-Flasch, die als Planerin des Projekts fungiert und in ihrer Funktion als Obfrau des Vereins Connect damit auch gleich Bewusstseinsbildung betreiben möchte. „Wir wollen den Schülern nicht Lösungen präsentieren, sondern ihnen zeigen, wie es dazu kommt. Wir wollen ihnen Verantwortung geben, denn die Jugendlichen sind die nächste Generation, die für unser Wohlbefinden verantwortlich sein wird.“

Die Schüler sollen daher nicht vom Umbau abgeschottet werden, sondern diesen intensiv miterleben und dabei Einblick in unterschiedlichste technische Themen bekommen. Dazu werden unter anderem Praxisprogramme von FH-Studenten der Fachrichtung Gebäudetechnik in jugendgerechter Form den Mittelschülern präsentiert, wobei Studierende der PH bei Ausarbeitung und Präsentation unterstützten werden.

Die Jugendlichen können dann ihr erlerntes Wissen bei zwei Schülerwettbewerben unter Beweis stellen. Sie werden außerdem einmal pro Monat an die Fachochschule Pinkafeld fahren, um Gelerntes anhand von Versuchen im „Energetikum“ umzusetzen und Exkursionen zu Firmen machen. Weiters sind Architektur-Workshops zu Themen wie „Licht und Schatten in unterschiedlichen Raumsituationen“ und regelmäßige Besuche der Schul-Baustelle und geplant.

Siegerprojekt wird  prämiert und umgesetzt

Mit März wird außerdem ein Studentenwettbewerb für die ökologische, gebäudetechnische Sanierung der Naturparkschule ausgeschrieben, wobei die Studenten von einem professionellen Planer begleitet werden. Endabgabe wird im Februar 2017 sein.

Eine Fachjury wird dann das Siegerprojekt wählen, das auch zur Umsetzung kommen soll. Als Belohnung winkt eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro in Form einer einwöchigen Flugreise in eine europäische Hauptstadt mit Besichtigung eines zukunftsweisenden, architektonisch progressiven und vor allem gebäudetechnisch innovativen Bauwerks mit organisierter Führung durch die technischen Betriebsräume, welche für die Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.

„Die Studenten bekommen so die Möglichkeit an einem realen Projekt gebäudetechnische Konzepte zu entwickeln“, so Filipovits-Flasch.


Reaktionen

„Wir wollen keine Standardsanierung machen. Es wäre einfach die Fenster zu tauschen, die Heizung zu erneuern und die Wände neu zu streichen. Wir haben sehr intensiv in Vorgruppen daran gearbeitet, wie das Lernen der Zukunft sein soll und sind auf einem guten Weg. Es freut mich, dass es so viele Beteiligte bei diesem so wichtigen Projekt für die Marktgemeinde Lockenhaus gibt.“
Bürgermeister Christian Vlasich

„Zentrales Thema der Pädagogischen Hochschule sind neue Lernkultur und neue Lernräume. Dazu gehört auch der Architekturraum.“
Rektor Walter Degendorfer, Pädagogische Hochschule

„Das Wesentliche ist, dass es ein konkretes Projekt gibt, wo wir unsere Erfahrungen einbringen können. Was wir immer predigen, können wir hier einfließen lassen.“
Rektor Gernot Hanreich, Fachhochschule Pinkafeld

„Der Praxisbezug ist gegeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass das sicher eine Bereicherung für die Kinder wird.“
Direktorin Martina Farkas, Neue Mittelschule Lockenhaus

„Ich bin begeistert von der Zusammenkunft so vieler Experten, die sich um das Kind kümmern. Die neue Lernkultur zielt darauf ab, dass das Kind im Z entrum des Lernens steht und lebenslanges Lernen passieren muss. Schule braucht Experten von außen. Lernen passiert am besten über Realbegegnungen. Deshalb ist es für mich ein Herzeigeprojekt.“
Pflichtschulinspektor Alfred Lehner

„Wir wollen keine Standardsanierung machen. Es wäre einfach die Fenster zu tauschen, die Heizung zu erneuern und die Wände neu zu streichen. Wir haben sehr intensiv in Vorgruppen daran gearbeitet, wie das Lernen der Zukunft sein soll und sind auf einem guten Weg. Es freut mich, dass es so viele Beteiligte bei diesem so wichtigen Projekt für die Marktgemeinde Lockenhaus gibt.“
Bürgermeister Christian Vlasich

„Zentrales Thema der Pädagogischen Hochschule sind neue Lernkultur und neue Lernräume. Dazu gehört auch der Architekturraum.“
Rektor Walter Degendorfer, Pädagogische Hochschule

„Das Wesentliche ist, dass es ein konkretes Projekt gibt, wo wir unsere Erfahrungen einbringen können. Was wir immer predigen, können wir hier einfließen lassen.“
Rektor Gernot Hanreich, Fachhochschule Pinkafeld

„Der Praxisbezug ist gegeben. Ich kann mir gut vorstellen, dass das sicher eine Bereicherung für die Kinder wird.“
Direktorin Martina Farkas, Neue Mittelschule Lockenhaus

„Ich bin begeistert von der Zusammenkunft so vieler Experten, die sich um das Kind kümmern. Die neue Lernkultur zielt darauf ab, dass das Kind im Z entrum des Lernens steht und lebenslanges Lernen passieren muss. Schule braucht Experten von außen. Lernen passiert am besten über Realbegegnungen. Deshalb ist es für mich ein Herzeigeprojekt.“
Pflichtschulinspektor Alfred Lehner