Erstellt am 06. Mai 2015, 09:37

von NÖN Redaktion

Klappe für das Kino. Mit 30. April wurde der offizielle Filmbetrieb nach fast zwei Jahren Pause und einer Modernisierung wieder aufgenommen.

Zu Gast im Kino: Oliver Treiber (hinten, 2.v.r.) mit Elisabeth und Klaus Trummer, Andreas Liegenfeld, Werner Gradwohl, Rudolf Geißler, Regina Petrik, Christian Vlasich, Gabi Hafner und Silvia Toth.  |  NOEN, zVg

„Wir sind wieder da, das kleine gallische Kino im großen römischen Cineplex-Imperium“, meinte Autorin Jutta Treiber bei der Neueröffnung des Kinos, bei der sie als Sprachrohr für ihren Sohn Kinobesitzer Oliver Treiber fungierte. Nach knapp zwei Jahren Filmpause und einer Renovierung, die auch die Anschaffung von zwei digitalen Filmprojektoren umfasste, hieß es vorige Woche wieder Film ab. „Manchmal muss man ein bisschen unsichtabr werden, um gesehen zu werden. Wir sind unsichtbar geworden für zwei Jahre, wenn auch nicht ganz“, so Treiber mit Hinweis auf die 80 Kulturveranstaltungen, die es dennoch im Kino gegeben hatte.

„Viele Menschen haben gesehen, es fehlt etwas in der Stadt“, so Treiber weiter. Künftig wird es daher neben den Kulturveranstaltungen im großen Saal von Donnerstag bis Sonntag wieder Filmbetrieb geben. „Das Hauptaugenmerk soll auf dem guten Film liegen, wobei wir Zugeständnisse an den Publikumsgeschmack machen“, so Treiber. „Wir wollen ein kleines, feines, persönliches Kino sein, wo Zuschauer Namen sind, keine Reservierungsnummern. Wenn wir aufgrund der Kleinheit nicht alle Filme zur Uraufführung zeigen können, gebe ich zu bedenken, dass ein Film kein verderbliches Lebensmittel ist und in zwei Wochen nicht schlecht wird.“