Erstellt am 28. November 2012, 09:10

Neue Leitung für Interne. Krankenhaus / Der Interne Verbund Oberpullendorf-Güssing wird um das Spital Oberwart erweitert. Deshalb wurde nun Alexandra Gendo zur abteilungsführenden Oberärztin bestellt.

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OBERPULLENDORF / Vor zwei Jahren startete der interne Verbund zwischen den Spitälern Oberpullendorf und Güssing unter der Leitung von Primar Puhr. Seine Vertretung vor Ort ist seitdem Oberärztin Alexandra Gendo (siehe Infobox). Nun wurde Gendo zur abteilungsführenden Oberärztin im Internistischen Verbund Mitte-Süd am Standort Oberpullendorf ernannt.

Begründet wird dies mit der Vergrößerung des Verbundes, in den nun auch die Interne des Spitals Oberwart eingegliedert wird. „Trotz ihrer Jugend ist Doktor Gendo eine sehr renommierte Medizinerin, die über den Bezirk und das Land hinaus bekannt ist und geschätzt wird“, gab es von Gesundheitslandesrat Peter Rezar Vorschusslorbeeren. Gendo selbst meinte, dass sie sich auf die Aufgabe freue. „Wir sind ein junges Team und können viele Bereiche abdecken. Eine gute Patientenversorgung liegt uns am Herzen“, betont die neue Interne-Leiterin.

Im Gegensatz zu ihm selbst sei Gendo quasi für die „tagespolitischen“ Entscheidungen zuständig, so Puhr. „Sie kümmert sich um die Organisation während des Tages und ist letztverantwortlich für Entscheidungen in meiner Abwesenheit“, so Puhr. Er selbst wird künftig einmal pro Woche in Oberpullendorf sein und sieht die Aufgabe des Primars in der Planung der Ressourcen und der standortübergreifenden Qualitätssicherung.

„Die Zeiten, wo ein Primar betreuender Arzt war, sind seit Mitte der 80er vorbei“, so Puhr. „Ich erwarte mir von den Kollegen in Fächern, wo sie sich spezialisieren, größeres Detailwissen, als ich es habe. Die Aufgabe des Primars ist es, dafür zu sorgen, dass genug Kollegen vorhanden sind, die dieses Wissen haben.“ Puhr ist ebenso wie Landesrat Rezar und KRAGES-Geschäftsführer Hannes Frech überzeugt, dass Verbünde Vorteile für Mitarbeiter und Patienten mit sich bringen wie standortübergreifende Synergien des medizinischen Know Hows, ein möglichst breites Ausbildungsspektrum und eine Verbesserung der Organisation.

Kritiker in der Ärzteschaft hingegen betonen die Wichtigkeit eines Primars vor Ort und sprechen von Qualitätsverlusten und vermehrten Patientenbeschwerden. „Eine Ungeheuerlichkeit, weil es nicht den Tatsachen entspricht“, so Rezar. „Alle internistischen Zusatzfächer auf hohem Niveau in jedem Krankenhaus anzubieten wäre in der Praxis unmöglich und nicht leistbar“, so Rezar. Und Frech ergänzt: „Verbünde sind für uns die Garantie für eine medizinisch hochwertige Versorgung.“

Präsentierten die neue Struktur: Ärztlicher Leiter Herbert Tillhof, Interne-Primar Gerhard Puhr, Interne-Leiterin Alexandra Gendo, Landesrat Peter Rezar, KRAGES-Geschäftsführer Hannes Frech und Verwaltungsdirektor Herbert Pauer.