Erstellt am 04. Juni 2014, 08:45

von NÖN Redaktion

Neue Tribüne: 800 Plätze und mehr Sicht. Schloss-Spiele / Die neue Tribüne wird nicht mehr in St. Martin gelagert. In der Vergangenheit gab es Unruhe bei den dortigen Anrainern.

Vor der neuen Tribüne: Landtagsabgeordneter Werner Gradwohl, Geschäftsführer Thomas Mersich, Schlossbesitzerin Anna Schlanitz-Bolldorf, Bürgermeister Klaus Schütz und Intendant Wolfgang Böck.  |  NOEN, zVg

Die neue Tribüne der Schloss-Spiele Kobersdorf wurde im Rahmen der Burgenland-Tour am vergangenen Donnerstag präsentiert. Die Tribüne wurde von der Schweizer Firma Nüssli gebaut, diese war unter anderem verantwortlich für die Bühne des Songcontestes in Kopenhagen. Die Kosten betragen etwa 220.000 Euro. Die neue Eisen- und Stahlkonstruktion ist etwas schmäler und tiefer und bietet 800 Sitzplätze, etwa gleich viele wie die alte Tribüne. „Vorteil sind die Klappsessel, diese sind für die Besucher bequemer und es auch leichter, wenn jemand aufsteht und durch die Reihe gehen muss“, so der Geschäftsführer der Schloss-Spiele, Thomas Mersich. Außerdem hätten sich die Sichtverhältnisse verbessert, da die Steigung der Tribüne anders berechnet und optimiert worden sei. Weiters gibt es einen neuen Ton- und Lichtcontainer, der den Anforderungen angepasst wurde.

In den vergangenen Jahren hatte die Tribüne, die in Markt St. Martin gelagert wurde, bei den dortigen Anrainern für Aufregung gesorgt. „Die neue Tribüne wird in Wels, dem österreichischen Standort von Nüssli, gelagert. Die Firma ist für den kompletten Auf- und Abbau verantwortlich. Dies war auch Bedingung für die Ausschreibung für die neue Tribüne “, so Thomas Mersich. Markt St. Martins Bürgermeister Rudolf Steiner meint: „Es ist sehr positiv zu sehen, dass dies nun so gelöst wurde.“

"Die Bühne wirkt harmonischer"

In Kobersdorf hat sich aber nicht nur vor, sondern auch auf der Bühne etwas getan. So wurde das Eisengestell auf der Bühne verbreitert, sodass die beiden Steher nicht vor den Torbögen stehen. „Dadurch wirkt die Bühne harmonischer“, so Mersich.

Auf die Bühne der Schloss-Spiele Kobersdorf kommt heuer das Stück „Der Zerrissene“ von Nestroy. „Es wird so viel Schloss geben, wie noch nie“, meinte Bühnenbildner Erich Uiberlacker bei der Präsentation in der Messe Wien. Derzeit finden dort die Proben statt. Neben Wolf Bachofner als Krautkopf und Wolfgang Böck als Gluthammer steht auch eine Schauspielerin mit Eisenstädter Wurzeln, Sarah Jeanne Babits, als Kathi auf der Bühne.