Erstellt am 23. März 2016, 11:22

Neuer Orden gesucht. Ende August endet nach 80 Jahren die Seelsorge der Redemptoristen. Diözese will neue Ordensgemeinschaft holen.

Eigentümerwechsel: Die Redemptoristen geben Kirche und Kloster in Oberpullendorf ab.  |  NOEN, BVZ

Ende August dieses Jahres werden sich auf Beschluss des Provinzials der Warschauer Provinz der Redemptoristen die polnischen Patres aus dem Kloster Oberpullendorf zurückziehen, um andere Aufgaben innerhalb ihres Ordens zu übernehmen. Damit endet nach 80 Jahren die Seelsorge der Redemptoristen in Oberpullendorf.

Es war im Sommer 1935 gewesen, als der Redemptoristenorden im ehemaligen Hotel Klemm ein geeignetes Gebäude für den Umbau zum Kloster gefunden und unverzüglich mit dem Bau einer großen Kirche am Nachbargrundstück begonnen hatte – der heutigen Stadtpfarrkirche. Diese ging erst zu Beginn des vorigen Jahres im Zuge des Verkaufs des Klosters von der Wiener Provinz des Redemptoristen-Ordens an die Diözese Eisenstadt als Geschenk an die Pfarre.

"Gespräche in verschiedenste Richtungen"

Laut Diözese Eisenstadt stehen noch keine konkreten Personen für die künftige Seelsorge im Pfarrverband Oberpullendorf-Mitterpullendorf-Stoob fest, der von den Patres aus Oberpullendorf betreut wird. Man sei aber intensiv bemüht, wieder eine Ordensgemeinschaft nach Oberpullendorf zu bekommen. Es würden derzeit Gespräche in verschiedenste Richtungen laufen. Das Kloster solle dementsprechend wieder Zuhause für die neuen Seelsorger werden.

Die derzeitigen Seelsorger, Pater Jan Walentek, Pater Stanislaw Rutka und Pater Henryk Sitko, werden bei einer Festmesse am Fest der Mutter von der Immerwährenden Hilfe (26. Juni) offiziell verabschiedet. Sie werden ihren Dienst danach noch bis Ende August fortführen. Bereits am 15. Mai wird Pfarrer Jan Walentek sein 25-jähriges Priesterjubiläum mit den Gläubigen aus dem Pfarrverband feiern.