Erstellt am 16. Juni 2011, 08:39

Neuer Platz zum Wohnen. FLÄCHENWIDMUNGSPLAN / Der Gemeinderat hat die Voraussetzungen für das neue Siedlungsgebiet am Fenyös geschaffen.

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OBERPULLENDORF / Einstimmig hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung vergangene Woche die Änderung des Flächenwidmungsplans der Stadtgemeinde beschlossen. Damit wurden gleichzeitig die Voraussetzungen für verschiedene Projekte in der Gemeinde geschaffen.

So wurde unter anderem eine größere Fläche am Fenyös in Aufschließungsgebiet umgewidmet, da die Gemeinde dort Bauplätze für Jungfamilien schaffen möchte. Dabei wurde einer vom Land eingebrachten Erinnerung Rechnung getragen.

Mehr Platz für Straße zum  Siedlungsgebiet gefordert

Die Straßenbauabteilung hatte angeregt, eine breitere Fläche für die Zufahrtsstraße zum neuen Siedlungsgebiet einzuplanen, damit auch ein Gehsteig mitberücksichtigt werden kann. Bedenken seitens eines Bürgers, dass sich eventuell Müllablagerungen am Fenyös befänden und Baumaßnahmen dort teuer werden könnten, wurden seitens der Raumplanungsfirma AIR mit einem geologischen Gutachten entkräftet. Dieses erklärt, dass der Fenyös für eine Bebauung grundsätzlich geeignet ist, eine Baugrunderhebung aber empfohlen wird. „Wir haben nicht leichtfertig ein Gebiet ausgesucht. Das geologische Gutachten ist eindeutig“, unterstrich Bürgermeister Rudolf Geißler bei der Gemeinderatssitzung.

Außerdem wurde eine Umwidmung im Bereich der Klosterallee vorgenommen, da die Stadtgemeinde dort langfristig das Ziel verfolgt, eine innerstädtische Verkehrsverbindung in Richtung Augasse zu errichten.

Beim Grünschnittlagerplatz haben Land und Umweltanwaltschaft angeregt, im Zuge des Widmungsverfahrens an den Längsseiten einen fünf Meter breiten Grüngürtel zu schaffen. Dem Vorschlag ist man seitens der Gemeinde nachgekommen. Außerdem hat die Gemeinde durch eine Umwidmung die grundsätzlichen Weichen dafür gestellt, dass am Gelände der ehemaligen Gärtnerei Fuchs in Mitterpullendorf ein Aussiedlerhof entstehen könnte. Es gibt dort einen Interessenten, der einen Schafbetrieb errichten möchte.

Auch in der Höhenstraße gab es ein Ansuchen auf Umwidmung in landwirtschaftliche Fläche/Tierhaltung, da dort die Erweiterung einer landwirtschaftlichen Halle geplant war. Auf Anregung des Landes beschränkte man sich hier aber aufgrund der Nähe zum Wohngebiet auf die Widmung in Grünfläche/landwirtschaftliche Fläche ohne Tierhaltung. Mit den im Gemeinderat beschlossenen Änderungen des Flächenwidmungsplanes wird sich nun noch die Raumplanungsbehörde des Landes in ihrer Sitzung am 22. Juni beschäftigen.

Behindertenparkplätze  wurden geschaffen

Einstimmig hat der Gemeinderat auch der Schaffung von zwei Behindertenparkplätzen in der Innenstadt zugestimmt. Der eine soll vor dem Haus Hauptplatz 6, also vor dem Stadtcafe, entstehen. Ein zweiter ist beim Schwimmbad geplant. Der erste Stellplatz nach der Kurzparkzone soll zum Behindertenparkplatz umfunktioniert werden.

Konnte sich über die einstimmige Annahme der Änderungen im Flächenwidmungsplan freuen: Bürgermeister Rudolf Geißler