Erstellt am 09. Juli 2014, 11:10

von Barbara Gludovacz

Baustelle zum Spielen. Erlebnisspielplatz / Ein durchdachtes Konzept soll Kinder anregen, sich für die Natur und die Geschichte des Burgenlandes zu interessieren.

In Aktion: Bürgermeister Erich Trummer und Landesrätin Verena Dunst probierten vor Ort die einzelangefertigten Spielgeräte aus.  |  NOEN, Kim Roznyak

Eine Haus-Baustelle, ein Kipper, ein Lkw, eine Riesensandplattform, eine Wasserspielkombination mit Laufrädern sowie ein Zwergensandwerk mit einem Federwippgerät – alle diese Spielgeräte findet man am neuen Abenteuerspielplatz, der zwischen Freibad und JUFA-Landerlebnisdorf entstanden ist. Die letzten Feinschliffe werden auf dem Areal, auf dem sich nun ein neuer trendiger Spielplatz befindet, vorgenommen. Wenn das Gras ein bisschen angefangen hat zu wachsen, können sich schon die ersten Besucher dort austoben, da ist sich auch Bürgermeister Erich Trummer sicher.

Einzelanfertigungen machen Spielplatz besonders

Das offizielle Eröffnungsdatum ist der 11. Juli, aber theoretisch ist die Benützung schon ab sofort möglich. Die Kosten für das gesamte Areal beliefen sich in Summe auf 134.000 Euro, davon wurden 35.000 Euro im Rahmen der Dorferneuerung gefördert. Bürgermeister Trummer sieht die Eröffnung passend zum derzeitigen „Jahr der Jugend“, so meint er, auch junge Familien müssten mit diesem neuen Angebot angesprochen werden.

Das Besondere an diesem Abenteuerpark sind zum einen die Geräte. Diese sind allesamt Einzelanfertigungen. „Diese Geräte werden Sie auf keinem anderen Spielplatz finden“, so Trummer. Aber nicht nur das macht den Spielplatz zu einem einzigartigen Erlebnis. Alle Geräte sind zudem auch so konstruiert worden, dass die Kinder dabei etwas über die Natur und über das Bauen erfahren.

Projekt ist Teil der Dorferneuerung

Pädagogische Überlegungen stehen also hinter dem Konzept. Das ist ein Punkt, der auch Landesrätin Verena Dunst besonders am Herzen liegt. Diese unterstützte das Projekt im Rahmen der Dorferneuerung. Für sie ist Neutal eine Mustergemeinde in der Dorferneuerung und sie betont: „Mir ist es wichtig, dass die Spielplätze erdig sind.“ Erdig ist dieser auf jeden Fall, sodass der Kontakt mit der Natur gegeben ist. Es sind sogar Projekte in Kooperation mit dem World Wide Fund of Nature geplant.

Auch das Thema Bauen kommt auf dem Platz nicht zu kurz. Trummer ist es wichtig, dass die Kinder etwas über die Geschichte der Ofen- und Kaminmauerer lernen, die in Neutal eine lange Tradition haben und sogar Kulturerbe der UNESCO sind. Das ist vor allem bei der „Hausbaustelle“ möglich, die sogar über einen „begehbaren“ Kamin verfügt.