Neutal

Erstellt am 26. Oktober 2016, 05:15

von BVZ Redaktion

SAM meldet Insolvenz für Sanierung an. Der Personalstand bei der Neutaler Firma wird sich um etwa die Hälfte verringern.

Standort soll gerettet werden: Um den Betrieb erhalten zu können, muss der Personalstand um etwa die Hälfte reduziert werden. Derzeit sind 81 Mitarbeiter in der SAM beschäftigt.  |  BVZ

Die Firma SAM Schaltanlagen und Metallverarbeitungs GmbH wird in der kommenden Woche einen Insolvenzantrag für die Sanierung des Unternehmens stellen. Dies bestätigt auf Anfrage der BVZ Rechtsanwalt Werner Dax. „Ich gehe davon aus, dass am 3. November das Sanierungsverfahren eröffnet wird“, so der Eisenstädter Rechtsanwalt.

Die Firma SAM werde den Gläubigern zwanzig Prozent ihrer Verbindlichkeiten anbieten. Die Gründe für die Insolvenz liegen in der Situation der Branche, führt Dax aus. „Die Konkurrenz wird größer, die Produktionsstätte war aufgrund der Lohnkosten nicht konkurrenzfähig“, meint er.

Situation in der Branche als Ursache

Erst in der vergangenen Woche habe es auch eine Insolvenz eines oberösterreichischen Unternehmens aus der gleichen Branche gegeben. „Hauptursache war, dass bis September die Auftragsbücher bei SAM voll waren, ab September aber leer“, führt Dax weiter aus, „man musste reagieren.“ Das Unternehmen werde nun in reduzierter Form weitergeführt.

Der Personalstand bei SAM wird sich verringern, man rechne damit, dass von den 81 Mitarbeitern etwa 40 bis 45 im Unternehmen verbleiben. „Man kann nur die hochwertige Arbeit erhalten, bei der Firma SAM gibt es in eingeschränkten Marktsegmenten sehr viel Know-How“, ist der Rechtsanwalt überzeugt.

Es sei außerdem davon auszugehen, dass die Firma SAM nach Abschluss des Sanierungsverfahrens wieder konkurrenzfähig sei.