Erstellt am 25. März 2015, 05:35

8,5 Millionen für Spital. Intensivbereiche werden derzeit zusammengelegt, OP-Bereich wird saniert. Erweiterung der Augenheilkunde geplant.

Baustelle: Ärztlicher Direktor Kurt Resetarits, Betriebsratsvorsitzender Alfred Peterszel, Pflegedirektorin Bettina Schmidt, KRAGES-Geschäftsführer Rene Schnedl, Landesrat Peter Rezar und interimistischer Verwaltungsdirektor Ingmar Falb.  |  NOEN, BVZ
Im Geschoß über der Radiologie sind derzeit die Bauarbeiter am Werk. Wie es im Masterplan des Spitals vorgesehen ist und auch vom Rechnungshof empfohlen wurde, werden dort die Bereiche Herzüberwachung und Intensivüberwachung zusammengelegt.

Dass wir dann auch eine organisatorische Personalunion einrichten können, ist ein wesentlicher Vorteil“, erklärt Rene Schnedl, Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten GesmbH (KRAGES).

Bis zum Sommer sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten für die Anpassung der Infrastruktur und die neue Medizintechnik belaufen sich auf 4,6 Millionen Euro.

Container-OP sichert Versorgung

Weitere 3,9 Millionen Euro sollen in die Generalsanierung und Erweiterung des rund 25 Jahre alten Operations-Bereichs fließen. Der Abbruch soll im Frühjahr 2016 erfolgen, geplante Fertigstellung ist Ende 2017. Bereits im Winter dieses Jahres werden Raumzellen-Container aufgestellt, damit während der Bauphase die medizinische Versorgung gewährleistet ist.

Geplant ist, dass diese von der KRAGES angekauft und dann im Krankenhaus Kittsee endverwertet werden, da dort im Gegensatz zu Oberpullendorf (Intensivbereich im dritten Stock) eine Andockung an die Intensivabteilung direkt möglich ist.

Durch die Sanierung werden strukturelle Probleme des bestehenden OP-Bereichs beseitigt, der derzeit nur über den Intensivbereich erreichbar ist. Der neue Zentral-OP wird laut Schnedl so ausgerichtet, dass Ressourcen besser genutzt und Frequenzen gesteigert werden können. Parallel dazu habe man angesucht, dass man Notkaiserschnitte künftig gleich im Kreißsaal durchführen darf, wodurch sich im Notfall die Wege wesentlich verkürzen.

Augenheilkunde-Schwerpunkt geplant

„Mit diesen Neuerungen steigt die Attraktivität des Krankenhauses, aber auch auf die Qualitäts- und Patientensicherheit haben diese einen positiven Einfluss“, betont Gesundheitslandesrat Peter Rezar. Er verweist bewusst auf die Investitionen in Millionenhöhe, „weil es immer wieder Gerüchtleins gibt, dass das Krankenhaus abgewertet werden und es Leistungsverkürzungen geben soll. Das ist nicht der Fall. Es erfolgt eine massive Investition. Und man wird nicht in etwas investieren, das es künftig nicht mehr geben soll.“

Zu den Zukunftsplänen gehört indes auch die Installierung eines Fachschwerpunkts für Augenheilkunde. Die Vorbereitungen laufen. Im Vergleich zur bestehenden Tagesklinik für Augenheilkunde sind dadurch mehr Eingriffe möglich. Laut Rezar soll dieser Fachschwerpunkt ein Zwischenschritt sein.

Langfristig wolle man versuchen, eine Vollabteilung für Augenheilkunde zu implementieren, um auch den eigenen Nachwuchs ausbilden zu können. Außerdem will man laut Schnedl so den neuen Strukturen Rechnung tragen, da die Bevölkerung immer älter wird und Augenerkrankungen mit zunehmenden Alter mehr werden.