Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Oberpullendorf einst und heute in Bildern. BUCHPRÄSENTATION /  Oskar Koger hat alte und aktuelle Ansichten von Oberpullendorf in einem Buch gegenübergestellt.

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OBERPULLENDORF / Wo heute die Raiffeisenbezirksbank steht, gingen früher die Kinder zur Schule. Das Kloster, das jetzt das Pfarrheim beheimatet, war früher ein Hotel. Die Videothek in der Augasse diente einst der Feuerwehr als Haus und was bis vor Kurzem das Gasthaus Strommer war, war früher das Bezirksgericht. Anhand von Bildern versucht der Oberpullendorfer Oskar Koger in seinem Buch „Oberpullendorf einst & heute - Felsöpulya egykor & ma“ die rasante Entwicklung der Stadt näherzubringen, indem er Bilder aus den vergangenen zwei Jahrhunderten den heutigen Ansichten gegenübergestellt. „Schon im Kindesalter haben mich alte Familienfotos, Postkarten sowie alte Dokumente interessiert. Ich konnte mich stundenlang mit diesen beschäftigen. Weiters wollte ich immer erfahren, wer die abgebildeten Personen bzw. wessen Häuser darauf zu erkennen sind. Als ich die alten Familienbilder und Alben meiner Familie in meiner Pension aufgearbeitet habe, wurde mir erst bewusst, welche Schätze ich da habe. In weiterer Folge haben sich auch von anderen Bewohnern im Ort alte Aufnahmen zu meiner Sammlung dazugesellt“, schreibt Koger im Vorwort seines Buches, das er am Freitag in Zusammenarbeit mit Buchwelten Emmer im Rathaussaal erstmals öffentlich präsentierte. Und das Interesse war enorm - noch bevor die Präsentation begonnen hatte, standen die Leute Schlange, um sich in ihr eben erworbenes Exemplar des Buches, ein Autogramm geben zu lassen.

Auf 144 Seiten zeigt das Buch rund 350 Abbildungen von Oberpullendorf zu verschiedensten Zeiten, gibt einen kurzen Abriss über die Geschichte der Stadt und verrät jede Menge interessante Details.

So kann der Leser erfahren, dass um 1940 unter der Holzbrücke am Hauptplatz die Kinder noch im Stooberbach badeten, der Sportverein drei Mal den Platz wechselte, ehe die Anlage am Fenyös gebaut wurde und die Mühle, die am Standort des jetzigen Hochhauses am Schlossplatz stand und das Krankenhaus während des Baus und auch in den ersten Jahren seines Bestehens mit Strom versorgte.

„Es ist mir ein großes Anliegen den OberpullendorferInnen, speziell der jüngeren Generation, die alten Ansichten meiner Heimatgemeinde in einer Buchform zu präsentieren“, so Koger.