Erstellt am 23. Oktober 2016, 09:19

von Michaela Grabner

Nach Mauereinsturz: Kunstdünger im Bach. Die Wand einer Lagerhalle brach zur Gänze ein. Mauerbrocken und Teile des in der Halle gelagerte Stickstoffdüngers stürzten ins angrenzende Bachbett.

Mitten im Festakt zur Segnung des neuen Versorgungsfahrzeugs der Stadtfeuerwehr Oberpullendorf am Samstag Nachmittag ging plötzlich der Alarm los. Der Gefährliche Stoffe-Zug wurden nach Lutzmannsburg zur Unterstützung der dortigen Wehr und der Ortsfeuerwehr Strebersdorf alarmiert- Die Seitenwand der einer am Areal des Lagerhauses befindlichen Lagerhalle stürzte aus bislang unbekannten Gründen ein. 

Mauerbrocken sowie ein Teil des in der Halle gelagerten Stickstoffdüngers gelangte in den angrenzenden Ribitzabach und verunreinigte das Wasser.  Bezirkshauptmann Klaus Trummer, Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl und Bezirksfeuerwehrinspektor Kurt Kappel machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Auch ein Sachverständiger der Gewässeraufsicht wurdebeigezogen. Die Feuerwehren errichteten als Erstmaßnahme  an mehreren Stellen Ölsperren. 

Vor der Unglücksstelle wurde das Wasser aus dem Bach gepumpt, damit der Stickstoff nicht weiter weggeschwemmt wurde. Des Weiteren wurde unter Einsatz eines Wagens des Abwasserverbandes Mittleres Burgenland bereits kontaminiertes Wasser aus dem Bachbett gepumpt und anschließend auf einer landwirtschaftlichen Fläche fachgerecht aufgebracht . Zusätzlich wurde auf Höhe des Sportplatzes Wasser in ein Entlastungsgerinne umgepumpt, um so ein Eindringen von verunreinigtem Wasser in die Rabnitz hintanzuhalten.