Erstellt am 20. Mai 2015, 08:34

von NÖN Redaktion

Echte "Weiberwirtschaft". Die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf und die Gemeinde Stoob setzen ein Projekt für langzeitarbeitslose Frauen um.

Frau mit Telefon im Büro  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf und die Gemeinde Stoob wollen gemeinsam eine „Weiberwirtschaft“ starten. Konkret geht es um einen sozialökonomischen Betrieb für Frauen, die nach langen Kinderbetreuungszeiten ins Berufsleben zurückkehren, die keine (geeignete) Ausbildung haben oder schon länger arbeitslos sind und hier gilt vor allem der Gruppe 50 plus ein verstärktes Augenmerk.

Fünfzehn bis zwanzig Arbeitsplätze entstehen

Konkret möchte man ein kleines Caféhaus mit angeschlossener Backstube und einem Catering auf die Beine stellen, fünfzehn bis zwanzig Arbeitsplätze sollen so entstehen. Wie Frauenberatungsstelle-Geschäftsführerin Doris Horvath berichtet, wurde bereits ein passendes Gebäude in Stoob auf der Hauptstraße gefunden mit Parkplätzen, Platz für einen möglichen Schanigarten sowie in Schul- und Kindergarten-Nähe.

Im Winter möchte man mit dem Betrieb starten

Nachdem man bereits eine Förderzusage seitens des Landes hat – das Projekt wurde im Rahmen des Wettbewerbs „171 Ideen für neue Arbeitsplätze in den Gemeinden“ von Soziallandesrat Peter Rezar in Zusammenarbeit mit dem ÖIR-Projekthaus eingereicht – werden derzeit noch Gespräche hinsichtlich weiterer möglicher Förderungen geführt.

„Im Winter wollen wir mit dem Projekt starten“, erklärt Horvath. Ältere Arbeitnehmerinnen sollen bei Bedarf bis zur Pension im Betrieb bleiben können. „Generell ist es aber schon das Ziel, dass die Leute woanders einen Job finden, wenn sie eine Zeit lang bei uns waren. Und wir hätten wieder einen neuen Platz für jemand, der Training braucht“, so Horvath. Der Betrieb ist so angelegt, dass man in vielen Bereichen Leute ausbilden kann, vom Service über den Verkauf und die Küche bis hin zur Administration.