Erstellt am 22. Februar 2012, 07:47

ÖVP kam zwei Minuten zu spät. GEMEINDERATSSITZUNG / Wegen Beschlussunfähigkeit musste die Sitzung am Montag vertagt werden. Der Pachtvertrag für die Kantine am Badesee wäre Thema gewesen.

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KOBERSDORF / Da das Gemeindeamt für gleichzeitige Fraktionssitzungen von SPÖ und ÖVP zu klein ist, fand die ÖVP-Sitzung im Gasthaus statt. Diese fand unmittelbar vor der Gemeinderatssitzung statt.

Zwei Minuten nach sieben trafen die ÖVP-Fraktionsmitglieder im Gemeindeamt ein. Dabei kamen ihnen die 12 anwesenden Gemeinderäte schon entgegen, da der Bürgermeister Klaus Schütz (SPÖ) die Sitzung bereits wegen Beschlussunfähigkeit geschlossen hatte. Die Sitzung wurde auf Antrag von Zukunft Dorf und ÖVP einberufen. Für die Beschlussfähigkeit müssen zwei Drittel der Gemeinderäte anwesend sein. Zu Beginn der Sitzung waren aber nur 12 statt den mindestens 16 anwesend. „Wir haben gewartet. Da ein ÖVP-Mitglied aus Oberpetersdorf gemeint hat, dass es nicht sicher ist, ob die anderen Gemeinderäte überhaupt noch kommen, musste ich die Sitzung schließen“, begründete Schütz seine Entscheidung.

ÖVP-Gemeinderat Martin Tremmel meint dazu: „Vielleicht war das Ganze ein Missverständnis. Ich habe gesagt, dass ich weiß, dass die sicher noch kommen weil die gerade vorher Sitzung hatten. Ich weiß nur nicht genau wann.“ „Es wurde bereits ein neuer Antrag gestellt, dass in den nächsten zwei Wochen eine Sitzung stattfinden muss“, so Schütz. Günther Pauer (Zukunft Dorf) meinte dazu: „Es wäre sicher billiger gewesen, noch eine Minute zu warten, bevor man die Sitzung schließt. Jetzt müssen wir uns in zwei Wochen noch einmal zusammensetzten.“

Der Grund für die Sitzung wäre für ÖVP und Zukunft Dorf der Pachtvertrag für die Seelounge gewesen. Im April wollen die Pächter die Pforten öffnen. Bis jetzt gibt es aber noch keinen Vertrag.

Die beiden Inhaber wollen in den nächsten drei Jahren 70.000 Euro investieren. „Aus diesem Grund müssen wir den Pachtvertrag auf alle Fälle verlängern“, sind sich Vizeortschefin Martina Pauer und Günther Pauer einig. „Außerdem wäre es wichtig, darüber zu reden, wie es mit dem Kindergarten weitergeht, da die Leiterin derzeit gesundheitlich nicht zur Leitung fähig ist.“