Erstellt am 16. Oktober 2012, 11:08

Ortschef startet Bürgerwehr. Bürgermeister Manfred Kölly und sein Vize Robert Strobl fordern mehr Präsenz der Polizei im Ort Deutschkreutz. Wenn nicht, wäre eine Bürgerwehr von rund zehn Mann bereit.

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Die Einbrüche in der Gemeinde nehmen kein Ende. Jüngst wurden zwei abgestellte Autos in einem dicht besiedelten Wohngebiet über Nacht gestohlen. Zahlreiche Einbrüche wurden vor Kurzem auch im Ortsteil Girm verübt und ein großer Schaden angerichtet. „Seit dem Abzug der Assistenzsoldaten in unserer Grenzgemeinde sind augenscheinlich für Gauner alle Türen offen“, sind Bürgermeister Manfred Kölly und der designierte Vizeortschef Robert Strobl fassungslos. Wie lange schauen die Behörden da noch zu, fragen sich die beiden und fügen hinzu: „Innerhalb der Bevölkerung werden Stimmen nach einer vorbeugenden Bürgerwehr in Deutschkreutz unüberhörbar laut, die Bewohner fühlen sich derzeit einfach nicht sicher, wenn rundherum Einbrüche und Diebstähle verübt werden. So kann es nicht weitergehen.“

Auch Unterstützung für die Polizei vor Ort, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen, wird gefordert. „Es kann doch nicht sein, dass in den grenznahen Orten geplündert wird und alle zusehen, was als nächstes in der Zeitung zu lesen ist, wo Einbrüche verübt wurden. Dutzende Bürger machen sich ernsthafte Sorgen und würden sich auch gerne für eine Bürgerwehr stark machen und mithelfen. Wir fordern präventive Maßnahmen und fordert Hilfestellung von Bezirk, Land und Bund. Die hohe Politik soll endlich handeln und nicht tatenlos zusehen“, so Bürgermeister Kölly und Vize Strobl.

Bürgerwehr ist bereit loszulegen

Eine Mannschaft sei zusammengestellt. „Wenn der Polizeiposten nicht rund um die Uhr besetzt ist und die Polizei im Ort nicht präsent ist, starten wir sofort mit der Bürgerwehr“, so Kölly. Vor zirka vier Jahren hatten es schon einmal eine Bürgerwehr in Deutschkreutz gebgeben. Da war Ruhe mit den Einbrüchen“, schildert Kölly.
Seitens des Bezirkspolizeikommandos heißt es zu einer möglichen ‚Bürgerwehr‘ man gehe davon aus, dass sich die Gemeinde Deutschkreutz die rechtlichen Voraussetzungen dafür genau angesehen hat.

„Wir von der Polizei sind jedenfalls für jeden Hinweis über verdächtige Wahrnehmungen dankbar und gehen auch jedem Hinweis nach. Egal, von wem der Hinweis kommt“, erklärt Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl zu diesen Vorfällen.