Erstellt am 23. April 2014, 09:36

Otter räumen Teiche aus. Welsfreunde in Aufruhr /  Die räuberischen Tiere stehen unter Naturschutz.Derzeit läuft eine Erhebung der Population durch das Land. Von den Zahlen sollen Maßnahmen abgeleitet werden.

Die Welsfreunde Harald Hafenscher, Johann Piniel, Manfred Brandt, Franz Schrödl, Erich Holzbauer, Helmut Schnaitt, Herbert Pauer, Florian Larnhof und Robert Wildzeiss ärgern sich über Übergriffe auf die Fische.  |  NOEN

„Bereits im vergangenen Jahr gab es gelegentliche Übergriffe der Fischotter auf die Fischbestände der Fischteiche in Oberpetersdorf. Heuer ist daraus aber eine ärgerliche Plage geworden“, so die „Welsfreunde“ aus Oberpetersdorf.

Sie meinen weiters: „Das unter Naturschutz stehende Raubtier räumte nicht nur alle vier Teiche in Oberpetersdorf leer, sondern dieses Problem macht auch den Fischern in anderen Orten des Bezirkes Oberpullendorf Probleme.“

Fischotter laut Jagdgesetz ganzjährig geschont

Bezirkshauptmann Klaus Trummer führt aus: „Laut Jagdgesetz sind Fischotter zwar Wild, sind aber ganzjährig geschont. Die Landesregierung könnte per Bescheid eine Ausnahme zur Abwendung erheblicher Schäden erlassen.“

Aus dem Büro von Naturschutzlandesrat Andreas Liegenfeld heißt es dazu, dass derzeit eine Erhebung des Fischotterbestandes im Burgenland laufe. Diese soll Ende 2014 abgeschlossen sein. „Es wurden aktuelle Zahlen erhoben, die gerade ausgewertet werden. Dies geschieht flächendeckend für das gesamte Burgenland, es werden auch Eigenschaften und Lebensräume der Tiere erhoben“, heißt es aus dem Büro von Liegenfeld.

Diese Zahlen seien die Grundlage, um dann weitere Schritte – in Zusammenarbeit mit dem Naturschutz  – in Sachen Fischotter zu setzen. Die Erhebung soll im Laufe des Jahres präsentiert werden.