Erstellt am 17. Juli 2012, 10:59

Pannonische Tafel in Oberpullendorf sucht Lebensmittelspender. Die Pannonische Tafel eröffnet am Freitag in Oberpullendorf ihre zweite Filiale im Burgenland. Nach Eisenstadt sperrt der karitative Verein nun auch im Mittelburgenland auf und sucht dafür noch nach spendenfreudigen Partnern.

In dem Geschäftslokal in der Hauptstraße 72 sollen in Zukunft vor allem Lebensmittel, aber auch Hygieneartikel an einkommensschwache Menschen bzw. an Personen, die in einer finanziellen Notlage stecken, um einen Mitgliedsbeitrag von 1,50 Euro pro Einkauf verkauft werden.

"Am Freitag eröffnen wir die neue Filiale, ab Montag werden wir von 11.00 bis 13.00 Uhr eine Woche lang nur für die Aufnahme aufsperren", erklärte Andrea Roschek, Obfrau des Vereins Pannonische Tafel, am Dienstag. Etwa fünf bis sechs ehrenamtliche Mitarbeiter werden sich sowohl um die Kundschaft als auch um die Spender sowie die Abholung und Ausgabe der Ware kümmern.

"In Eisenstadt haben sich nach der Anmeldung auch Personen, die bei uns einkaufen, für die Mitarbeit gemeldet. Wahrscheinlich wird es in Oberpullendorf ähnlich ablaufen", so Roschek. Nach der Aufnahmewoche will sie zunächst an drei Tagen öffnen. "Bis Weihnachten werden wir wahrscheinlich Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 11.00 bis 15.00 Uhr aufsperren und eine Art Probebetrieb führen. Danach werden wir schauen, wie groß der Bedarf ist, und die Zeiten gegebenenfalls ändern bzw. anpassen."

Eine ungefähre Zahl, wie viele Menschen zur Tafel in Oberpullendorf kommen werden, könne sie nicht nennen. Man habe sich dazu entschlossen dort eine zweite Filiale zu öffnen, weil viele Personen extra nach Eisenstadt fahren, um einzukaufen, erläuterte Roschek. Ermöglicht wurde die zweite Filiale vor allem durch den Lions Club Mittelburgenland, der für drei Jahre die Lokalmiete und den Transporter für die Lebensmittelabholung finanziert.

Die Pannonische Tafel wurde im Jahr 2008 gegründet. In Zusammenarbeit mit öffentlichen Behörden und karitativen Institutionen werden die Kunden informiert, ihre Ansprüche ermittelt und deren Bedarf nach sechs Monaten neu überprüft. Die Ware stammt meistens aus dem Lebensmittelhandel, aber auch Privatpersonen sind willkommen, für die Tafel miteinzukaufen, hieß es.