Erstellt am 03. Oktober 2012, 14:02

Pflegeangebot für Wachkoma-Patienten erweitert. Etwa 800 bis 1.000 Menschen leben in Österreich im Wachkoma, in Oberpullendorf gibt es nun eine neue Einrichtung imit 14 Plätzen.

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Etwa 800 bis 1.000 Menschen leben in Österreich im Wachkoma. Das sogenannte Apallische Syndrom wird durch den Ausfall der Großhirnrinde hervorgerufen. Im Burgenland sind etwa 30 Personen betroffen. Für sie gibt es eine neue Pflegeeinrichtung in Oberpullendorf. Die Wachkoma-Station im Pflegeheim St. Peter verfügt über 14 Plätze, erläuterte Gesundheitslandesrat Peter Rezar (S) am Mittwoch anlässlich der Präsentation.

Geführt wird die Einrichtung von der Burgenländischen Pflegeheimbetriebs-GmbH. Häufigste Ursachen für ein Wachkoma sind akute Ereignisse. Die Symptome entstehen hauptsächlich durch eine zu lange unzureichende oder fehlende Sauerstoffversorgung des Gehirns. Zu einem solchen Sauerstoffmangel kann es etwa im Zuge einer Reanimation, bei schweren Schädel-Hirntraumen, Hirnblutungen oder durch das Beinahe-Ertrinken kommen.

Ein Großteil der Patienten wird zu Hause betreut. Die Bedürfnisse von Menschen im Wachkoma unterscheiden sich wesentlich von denen anderer Patienten, so Rezar. In Oberpullendorf steht für sie nun eine Langzeitpflegeeinheit zur Verfügung. Betroffenen und deren Angehörigen könnten spezielle pflegerische Leistungen, ein Grundverständnis für dieses neurologische Krankheitsbild und ein speziell geschultes Therapeutenteam angeboten werden, erläuterte VAMED-Vorstandsdirektor Gottfried Koos.

Die Burgenländische Pflegeheimbetriebs-GmbH wird als PPP-Modell von der Burgenländischen Krankenanstalten Ges.m.b.H (KRAGES) und der VAMED Management und Service GmbH & Co KG geführt. Sie umfasst neben dem Pflegeheim Oberpullendorf - Haus St. Peter auch das Pflegeheim Neudörfl - St. Nikolaus sowie das Pflegezentrum am Schlosspark in Rechnitz. Ziel der privat-öffentlichen Kooperation ist es, neue Wege im Bereich Pflege und Betreuung zu bestreiten.