Erstellt am 12. März 2013, 13:28

Polizei schnappt Taschen-Räuber. Einer der beiden Oberpullendorfer Handtaschendiebstähle wurde geklärt, ebenso wie 43 Prozent der Einbrüche.

Wichtiger Faktor: Die Spurensicherung, wie hier nach dem versuchten Bankomatraub in Oberpullendorf, ist laut Bezirkskommandant Emmerich Schedl ein zentraler Punkt bei der Polizeiarbeit.  |  NOEN, BVZ
Im Vorjahr wurde in Oberpullendorf zwei Pensionistinnen auf offener Straße die Handtasche geraubt. Einer der Fälle ist bereits geklärt. Der Täter ist ein Ungar und wurde wegen Raubüberfalls und Ladendiebstählen zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt. Die Polizei erhob weiter und forschte als zweiten Täter einen weiteren Ungarn aus. Zuerst stritt er die Tat ab und die Beweislage reichte für die Haft noch nicht aus.

In den vergangenen Tagen, aufgrund neuer Erkenntnisse, gelang es der Polizei diesem Mann den zweiten Raubüberfall nachzuweisen. Ein internationaler Haftbefehl läuft. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir ihn in Ungarn einsperren können“, so Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl. „Die Beamten des Kriminaldienstes beim Bezirkspolizeikommando haben es durch geschickte, langwirrige und schwierige Ermittlungen geschafft, diese für die Bevölkerung belastenden Straftaten zu klären.“

Auch die glücklosen „Bankomaträuber“, die zwei Mal versucht haben, den Bankomat aus dem Foyer der Raika Mannersdorf zu stehlen, wurden von der Polizei geschnappt. Es handelte sich ebenfalls um eine ungarische Tätergruppe. Zudem konnten noch andere markante Fälle, wie eine Serie von 13 Einbrüchen, darunter drei in die Firma SAM in Neutal, Einbrüche in Autohäuser sowie 50 Einbrüche in Nikitsch, Lackenbach, Lutzmannsburg, Girm und Neckenmarkt geklärt werden.

Von 1. Jänner 2012 bis heute gab es 192 Einbruchsdiebstähle, von diesen wurden bis heute 86 Fälle geklärt, das sind 43 Prozent. „Das ist eine super Quote. Zahlreiche weitere stehen vor der Klärung“, so Schedl. Eine negative Entwicklung seien die vielen Einbrüche in sogenannte Nebengebäude, dieses Phänomen sei heuer erstmals so massiv aufgetreten, erklärt der Bezirkspolizeikommandant.

„Ganz wichtig ist die Spurensicherung, weil man mit einer guten Spurensicherung zu unangreifbaren Sachbeweisen kommt. Es ist in den vergangenen Jahren bei der Spurensicherung sowohl in die Technik als auch in die Aus- und Fortbildung des Spurensicherungsbeamten viel Zeit und Geld investiert worden.“ Zudem seien die Unterstützung der ausländischen Polizei sowie kriminalistisches Geschick, Zielstrebigkeit bei Ermittlungen und Ausdauer enorm wichtig.

Bezirkshauptmann Klaus Trummer gratuliert der Polizei zu den Fahndungserfolgen. „Ich glaube, dass die Polizei auch strategisch gut aufgestellt ist, das zeigen auch diese Ergebnisse. Es zeigt, dass die Polizei dahinter ist und dass konsequent und gut gearbeitet wird“, meint der Bezirkshauptmann. Auch Jürgen Karall, Obmann des Vereins Nachbarschaftshilfe Sicherheit, meint, dass diese Erfolge die ausgezeichnete Arbeit der Polizei zeigen. „Diese gelösten Fälle und die Personen gehören vor den Vorhang, das ist ein wichtiger Beitrag für das Sicherheitsempfinden“, so Karall.