Erstellt am 14. November 2012, 08:43

Preis für Chancengleichheit. Ausgezeichnetes Projekt / Das Bildungs- und Tagungszentrum Haus St. Stephan der Diözese Eisenstadt wurde vom Lebensministerium für seine „kulinarischen Begegnungen“ geehrt.

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OBERPULLENDORF / Frauen mit Migrationshintergrund und Frauen aus dem Mittelburgenland stehen gemeinsam in der Küche des Bildungs- und Tagungszentrums Haus St. Stephan und kochen, um anschließend die landestypischen Gerichte aus den Heimatländern der Teilnehmerinnen zu genießen. „Kulinarische Begegnungen“ heißt dieses LEADER-Projekt, das nun mit dem Innovationspreis für Chancengleichheit ausgezeichnet wurde.

Um Projekte aus dem ländlichen Entwicklungsprogramm LE07-13 sichtbar zu machen und die Menschen dahinter zu würdigen, findet im Auftrag des Lebensministeriums jedes Jahr ein Wettbewerb zu einem für ländliche Regionen wichtigen Thema statt. Dieses Mal wurden mit dem „Innovationspreis für Chancengleichheit“ Projekte und Initiativen in ganz Österreich in den Kategorien „Jugend“, „Frauen“ und weitere „Chancengleichheitsprojekte“ ausgezeichnet, die sich mit dem Thema „Chancengleichheit und Vielfalt“ auseinandersetzen. Das Projekt „Kulinarische Begegnungen“ vom Haus St. Stephan landete auf dem dritten Platz in der Kategorie Frauen. Die Jury beeindruckte, dass sich dabei Frauen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund kennen lernen, austauschen, voneinander lernen und gesellschaftliche Vielfalt als Bereicherung erleben konnten. Außerdem wurden Frauen mit Migrationshintergrund in der Region sichtbar gemacht. So konnte mit einem geringen finanziellen Aufwand eine gute Integrationswirkung erzielt werden. Fazit der Jury: Die kulinarischen Begegnungen sind eine einfache, gute und leicht in andere Regionen transferierbare Idee. Im Haus St. Stephan fanden mittlerweile bereits acht solcher Nachmittage statt, an denen rund 120 Frauen aus Tschetschenien, Bosnien, Sri Lanka, Kongo, Rumänien, Pakistan, Ägypten, Afghanistan, Syrien und Österreich teilgenommen haben.

Bei der Überreichung der Auszeichnung: Luis Fidlschuster, Heidi Drucker (mittelburgenland plus), Barbara Buchinger (Haus St. Stephan) und Rupert Lindner (Lebensministerium).