Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:52

von NÖN Redaktion

Privatperson will Villa Rustica erhalten. Grundverkauf im Gange: Es besteht auch die Möglichkeit, die Villa Rustica im Originalzustand wiederherzustellen.

So könnte die »Villa Rustica« einmal ausgesehen haben: Bürgermeister Manfred Kölly zeigte die Grafik.  |  NOEN, Kim Roznyak

Einige Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der römischen Bernsteinstraße machten am Mittwoch gemeinsam mit Bürgermeister Manfred Kölly eine Begehung bei den Ausgrabungen der „Villa Rustica“.

wurde eine römische Villa, genannt „Villa Rustica“ in der Bachgasse in Deutschkreutz von einem Archäologen-Team teilweise ausgegraben und soll jetzt auch erhalten bleiben:

„Option, Villa im Originalzustand wiederherzustellen“

„Eine Privatperson hat den Mut gefasst und setzt sich massiv für den Erhalt ein. Der Vertrag für den Grundverkauf liegt bereits auf der Gemeinde und muss nur mehr unterschrieben werden. Mit Unterstützung der Gemeinde können die Ausgrabungen erhalten bleiben. Das ist auch wichtig für die nächsten Generationen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Villa im Originalzustand wiederherzustellen“, schilderte Bürgermeister Manfred Kölly.

Über den Winter sollen die Ausgrabungen wie das Badehaus oder die Verbindung zum Haupthaus vorerst wieder zugeschüttet werden. Vom Haupthaus selbst wurde bis jetzt nur ein geringer Teil ausgegraben.

„Die Ausgrabungen werden mit einem Bauvlies bedeckt und die sensiblen Stellen mit Sand gepolstert. Anschließend kommt Humus darüber. Dies soll so schnell aus möglich geschehen“, erzählt Ausgrabungsleiter Nikolaus Franz.

Wenig Spektakuläres: „Genaue Analyse steht noch aus“

Neben Eisenschmelzplätzen, einem Skelett und einem römischen Brunnen soll laut Ausgrabungsleiter Franz nichts Spektakuläres gefunden worden sein. „Ein Münzspektrum sowie Keramik aus dem dritten oder vierten Jahrhundert haben wir gefunden. Eine genaue Analyse steht noch aus“, so Franz.

Hans Artner, Obmann vom Verein zur Erhaltung der Bernsteinstraße fügte hinzu: „Unser Verein ist bestrebt zu erhalten, was im kulturellen Erbe ansteht. Wir wollen es den Nachfahren weitergeben. Auch hier in Deutschkreutz werden wir uns bemühen zu unterstützen und zu helfen.“

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