Erstellt am 08. Juni 2016, 05:05

von NÖN Redaktion

Pro Mente mietet altes Polizeihaus. Gemeinde will Immobilie mit Fördergeldern der Europäischen Union umbauen und an Pro Mente vermieten.

Große Pläne: Die Gemeinde hat das ehemalige Polizeigebäude um 100.000 Euro gekauft. Laut Bürgermeister Christian Weninger könnte im Frühjahr kommenden Jahres mit dem Umbau begonnen werden. Foto: Grabner  |  NOEN, Grabner
Beim Projekt „ehemaliges Polizeihaus“ ist nun ein weiterer wichtiger Schritt erfolgt. Nach dem Ankauf der Immobilie durch die Gemeinde um 100.000 Euro sowie einem Architektenwettbewerb, hat der Gemeinderat nun einstmmig beschlossen, zur Finanzierung des Umbaus eine Förderung bei der Europäischen Union zu beantragen.

Bei negativer Entscheidung „gibt es einen Plan B“

„Es gibt eine Förderschiene für soziale Angelegenheiten. Wir erwarten uns eine Entscheidung bis Ende September“, so Weninger. Bei einer Bewilligung des Förderansuchens würde man den Großteil des Umbaus gefördert bekommen. In dem Fall würde der Umbau über die Gemeinde abgewickelt werden.

„Sollte die Entscheidung negativ ausfallen, gibt es einen Plan B“, so Weninger. In dem Fall würde das Projekt gemeinsam mit einer Wohnbaugenossenschaft umgesetzt werden.

In jedem Fall möchte Pro Mente, das in Lackenbach bereits in Lackenbach für Menschen mit psychischen Erkrankungen Wohn-, Betreuungs- und Therapieangebote in einem dem Polizeigebäude gegenüberliegenden Haus anbietet, die gesamte Immobilie anmieten.

„Wollen die Arbeiten noch heuer ausschreiben“

Im Erdgeschoss ist ein weiteres Tageszentrum mit strukturiertem Tagesablauf und therapeutischer Betreuung geplant, da in der derzeitigen Tagesstätte der Platz knapp geworden ist. Auch der Postpartner, der sich derzeit im Pro Mente-Haus befindet und bei dem die Klienten mithelfen, wird in das neue Gebäude übersiedeln.

Im Obergeschoss sind Wohnungen für physisch oder psychisch kranke Menschen in finanzieller Notlage geplant. Die Kostenschätzung für den Umbau inklusive Planung beläuft sich auf rund eine Million Euro.

„Wir wollen die Arbeiten noch heuer ausschreiben“, erklärt Bürgermeister Christian Weninger. Läuft alles plangemäß, könnte dann im Frühjahr 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung wäre in dem Fall für Frühjahr 2018 anvisiert.