Erstellt am 25. September 2015, 05:57

von NÖN Redaktion

Probleme für Schüler durch neuen Fahrplan. Züge nach Wiener Neustadt gehen künftig um 6 und 7 Uhr morgens. Schulombudsfrau Schmid ortet Nachteile für HTL-Schüler.

 |  NOEN, ÖBB
Die neue Schulombudsfrau Susanne Schmid ortet Probleme für Schüler im Zusammenhang mit der Fahrplanumstellung der ÖBB ab Dezember.

Nächtliches Warten: „Das ist eine Zumutung“

„Bis dato fährt der Zug um 6.48 Uhr von Deutschkreutz über Mattersburg nach Wiener Neustadt und transportiert täglich bis zu 300 Schüler, hauptsächlich jene der Höhere Technische Lehranstalt (HTL), nach Wiener Neustadt. Jetzt wurde der Fahrbahnplan geändert. Züge nach Wiener Neustadt gehen künftig um 6 und 7 Uhr morgens“, so Schmid.

Der 7 Uhr-Zug kommt um 7.41 Uhr in Wiener Neustadt an. „Da die HTL jedoch um 7.50 Uhr startet, müssen die Schüler nun gezwungenermaßen den Zug um 6 Uhr nehmen. Inklusive Anreise zum Bahnhof startet der Tag somit unbequem früh, viele müssten das Haus um 5.30 Uhr verlassen“, gibt Schmidt zu bedenken.

Sie warnt: „Mit dieser Fahrplanänderung stehen die Schüler mitten in der Nacht auf, stehen dann eine halbe Stunde vor geschlossenen Schultoren oder am Bahnhof. Das ist eine Zumutung. Da Schüler die bei weitem größte Passagiertruppe der ÖBB sind, verlangen wir Rücksicht auf deren Bedürfnisse.“

Direktverbindung soll geprüft werden

Der Grund für die Fahrplanumstellung ist laut ÖBB die Verschiebung des Taktsystems Sopron – Wiener Neustadt. „Der Direktzug verkehrt 12 Minuten später, ab Deutschkreutz um 7 Uhr und kommt um 7.41 Uhr in Wiener Neustadt an. Der Fahrplan wurde im Rahmen des Pendlerdialogs in Mattersburg vorgestellt und ist im ‚Scotty‘ aufrufbar“, schilderte Christopher Seif von der ÖBB.

Der Nachteil seien die 13 Minuten frühere Abfahrt in Deutschkreutz und das Umsteigen in Sopron, welches jedoch bahnsteiggleich ist.

„Wir wollen prüfen, ob grundsätzlich eine zusätzliche Direktverbindung Deutschkreutz – Wiener Neustadt möglich wäre bzw. eine Erhebung der Inanspruchnahme dieser Verbindung durch Schüler zur HTL in Wiener Neustadt durchführen. In den nächsten zwei Wochen haben wir jeweils einen Termin mit Bürgermeister Kölly sowie Schulombudsfrau Schmid“, fügte Seif hinzu.